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Durch geschickte Umlagerung von einer Bauchseite auf die andere wurde der Löwe dann während der Trocknungsphase etwas schlanker. Hier und da gab es auch noch eine stärkende Packung Papier an die Beine. Aber – eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Nilpferd …!! Eine wenig Skepsis, dass aus diesem Tier jemals ein Löwe würde, blieb doch!
Anfang Juli zog der Löwe dann – inzwischen weiß grundiert - bei Sandra Leutner ein. Sie malt und hat auch die diesjährige Jahreslosung schon für unser Gemeindehaus gemalt. Eine Woche brauchte sie. Der Löwe bekam die typische Fellfarbe, er bekam Krallen an die Pfoten und einen wunderhübschen Kopf mit ausdruckstarken Augen, richtiger Löwennase und Löwenschnauze. Mit der stattlichen Löwenmähne (eigentlich ein Fastnachtskostüm für Hunde!) und einem Löwenschwanz wurde das Tier nun wirklich ein schöner Löwe – ein wenig gut genährt – weil er ja immerzu betüttelt und verwöhnt wurde!
Mit Hilfe der Kreativgruppe zog der Löwe dann ein paar Tage vor Aufführung des Kindermusicals „Daniel in der Löwengrube“ in seine Löwengrube im Vorraum der Stadtkirche und bekam einen Engel dazu. Auch ein leuchtend gelbes „Daniel“-Kostüm mit Kippa lag Dank eines nähbegeisterten Mitglieds unserer Gemeinde bereit. Als der Wind an diesem Abend zur Kirchentür reinwehte und die Löwenmähne anpustete, war es, als ob er gleich losbrüllen wollte – ein richtiger, ein stattlicher Löwe!
Auch die „Kleinen“ des Kinderchors waren mit Löwen beschäftigt. Sie haben Löwenkörper, Löwenmähne, Löwenschwänze aus gelber und brauner Pappe ausgeschnitten und mit viel Kleber zusammengeklebt. Für manches kleine Kinderchormitglied war es schon manchmal mühsam, mit großer Schere kleine Teile auszuschneiden! Am Ende aber hatten wir gefühlt hundert kleine, mittlere und große Löwen. Traudel Heinze vom Kirchenvorstand hat rasch ihre Nähmaschine ausgepackt und einen „Löwenvorhang“ für den Eingangsbereich gezaubert. Mitglieder der Kreativgruppe haben auch an den Kirchenbänken „Löwchen“ aufgehängt und im Kirchenraum verteilt.
Und der Schaukasten: War er nicht „löwenstark“? Vollgepackt mit Löwen und sogar einem kleinen Daniel-Darsteller. Einige Löwen spazierten sogar ganz friedlich am Fenster des Gemeindehauses entlang.

Friederike von der Heide
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Es ist ein persönliches Buch geworden, ein Buch der persönlichen Begegnung mit der Bibel, denn jeder, der mitgemacht hat, hat sich SEINE Bibelstelle ausgesucht, die ihn besonders anspricht, besonders berührt, besonders anregt. Und jeder hat SEIN Bild dazu gemalt, gezeichnet, gestaltet. So sind ganz persönliche Doppelseiten entstanden: ein handgeschriebener Bibeltext und eine dazu gehörende kreative Umsetzung. Und so ist dann auch ein vielseitiges, ein vielfältiges Buch entstanden. So viele verschiedene Geschichten und Texte, so viele verschiedene Zugänge, so viele verschiedene Ideen. Unser vielfältiges persönliches Verhältnis zur Bibel findet in dieser einmaligen Ausgabe der Heiligen Schrift ihren Ausdruck.

Von dem berühmten Künstler Joseph Beuys ist der Satz "Jeder Mensch ist ein Künstler." überliefert. Aber in der Praxis ist es dann doch nicht so leicht, wenn man nicht geübt ist, mit Farben und Formen, mit Stift und Pinsel umzugehen. Mancher musste bei der Arbeit an seiner Doppelseite von Ingrid Stoll in besonderer Weise ermuntert, bestärkt und unterstützt werden, aber jeder einzelne Teilnehmer an diesem Projekt darf stolz sein: Mut, Kreativität, Durchhaltevermögen von jedem Einzelnen - und es entsteht etwas Wunderbares. Ingrid Stoll, die seit ihrer Erkrankung, an der Bergstraße lebt, gebührt aber ein besonderer Dank: nicht nur für die tolle Idee, sondern auch für die Organisation und die Hilfestellungen, die die Realisierung unserer Bilderbibel erst möglich machten.

Eigentlich spiegelt unsere Groß-Gerauer Bibel die Entstehung der Bibel vor zweitausend Jahren wider: Auch die ist ja nicht von einem Schreiber in einem Guss einfach so hingeschrieben worden. Wenn man Altes und Neues Testament zusammen nimmt, sind viele hundert Menschen in vielen hundert Jahren daran beteiligt gewesen, dass Gottes Wort an uns Menschen eine Gestalt gewinnt. Und jeder von ihnen hatte seine eigene Erfahrung mit Gott, mit dem Glauben gemacht. Und jeder von ihnen hatte seine eigene Form gefunden, diesen Glauben zu bekennen: vom Prophetenwort bis zu den Briefen des Paulus - viele Stimmen, die etwas Persönliches zu dem Ganzen, das dann das Einzelne übersteigt, beitragen: eine Geschichte, ein Gebet, ein Gleichnis. Und so hat auch jeder an unserer Bibel beteiligter Künstler seine eigene Art gefunden, seinen Bibeltext zu gestalten.
In einem schönen Gottesdienst am Sonntag, den 15.6. soll die Groß-Gerauer Bilder-Bibel nun ausgestellt werden. Das Thema des Gottesdienstes wird natürlich die Bibel sein und neben der Groß-Gerauer Bibel gibt es viele verschiedene Ausgaben zu betrachten. Aber im Mittelpunkt steht unsere besondere Bibel. Deshalb sind auch die fast hundert beteiligten Groß-Gerauer Künstler zu diesem Gottesdienst ganz besonders eingeladen. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Kaffee und Kuchen und die Gelegenheit die gelungenen Werke zu bestaunen .
Und dann, nach diesem Sonntag lädt die Groß-Gerauer Bibel uns alle ein: zu blättern, zu lesen, zu schauen, nachzudenken. Jederzeit, denn die Kirche ist ja offen, jeden Tag on 9 bis 18 Uhr.
Portalfenster der Stadtkirche Gross Gerau
Portal-Maßwerkfenster der Stadtkirche Gross Gerau

Als ich für die Maßaufnahme in der Vorhalle der Stadtkirche stand, schaute ich in die dort ausgelegte und aufgeschlagene Bibel und mein Blick fiel zufällig auf den Psalm 104.2 (Lob des Schöpfers)

- Licht ist dein Kleid, das du anhast.
Du breitest den Himmel aus wie einen Teppich -
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