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Frau von der Heide geht in den Ruhestand - Rückblick:

„Mein Schreibtisch, die alte Gabriele und ich“

Es hat sich schon herumgesprochen. Zwischen Schokoweihnachtsmännern und Geschenken, zwischen Tannenreisig und Lebkuchen, mitten in dieser besinnlichen Zeit bereitet sich jemand auf einen NeuAnfang vor.

Das alte Jahr neigt sich zu Ende und im Januar beginnt für unsere Gemeindesekretärin Friederike von der Heide etwas Neues: Sie verabschiedet sich in den Ruhestand! Das ist nun wirklich etwas Neues, denn ruhig war es hier im Gemeindebüro selten.
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Begonnen hat Frau von der Heide ihre Arbeit als Gemeindesekretärin am 01.12.2003 im Gemeindebüro der Evangelischen Stadtkirchengemeinde in Groß-Gerau, damals noch in der Helwigstraße, heute Haus der Kirche. Der damalige Anfang war noch geprägt durch die turbulenten Jahre zuvor. Pfarrer Fuge als Interimspfarrer und Herr Märtens als Kirchenvorstandsvorsitzender waren ihre ersten Ansprechpartner. Schon kurz nach Beginn ihrer neuen Tätigkeit wurde in das Gemeindehaus an der Kapelle gezogen. Und immer dabei waren ihr Schreibtisch und die alte Gabriele.

Im Sommer 2005 begann Helmut Bernhard seinen Dienst als Pfarrer. Es begann eine Zeit der aktiven Gemeindearbeit. Der erste Seniorennachmittag wurde organisiert, der erste Stadtkirchenbote erschien, es wurden Liedblätter und Flyer gestaltet und gedruckt, es gab ein Mitarbeiterfest, der erste Weltgebetstag der Frauen, der erste Frauengottesdienst im Advent wurde veranstaltet. All dies wurde von Frau von der Heide begleitet: Pressemitteilungen mussten geschrieben werden, Kuchen bestellt, der Gemeindesaal sollte gemütlich hergerichtet werden. Erst allmählich entwickelte sich eine ehrenamtliche Struktur und mit ihr die verschiedenen Gruppen, die heute vieles selbst organisieren. Aber auch hier würde es ohne Frau von der Heide nicht gehen.

Wir sagen DANKE!

Schließlich stand ein erneuter Umzug an: 2007 war das neue Gemeindehaus bezugsfertig. Und wieder musste ein- und ausgepackt werden, der Schreibtisch zog erneut um und auch Gabriele kam mit, obwohl längst aus der Mode gekommen! Aber das ist ja längst noch nicht alles: Nicht nur räumlich wurde umgezogen, auch die IT-Landschaft der EKHN änderte sich und mit ihr die Systeme. Manchmal waren die Änderungen eher etwas kleiner, manchmal gewaltig.
Der Arbeitsalltag von Frau von der Heide ist aber nicht nur durch den Pfarrer geprägt. Frau von der Heide hat zwei Kirchenvorstandswahlen mitorganisiert und arbeitet seit 2015 mit dem 3. Kirchenvorstand zusammen. Die Mitglieder des Kirchenvorstands engagieren sich in den unterschiedlichen Gruppen und arbeiten eng mit Frau von der Heide zusammen.

Der Kirchenvorstand sagt DANKE!

Seit Februar 2013 war sie auch Gemeindesekretärin in der Versöhnungsgemeinde (Groß-Gerau Nord) und hat hier den Kirchenvorstand und Pfarrer Bernd Lehr unterstützt. Mit der Fusion wurden wieder Umzugskisten gepackt, Ordner mussten archiviert werden und Buchhaltungskonten geschlossen.

Auch hierfür sagen wir DANKE!

Manchmal ist es auch einfach so, dass jemand in das Gemeindebüro kommt und sich Kummer von der Seele reden muss.

Auch für dieses offene Ohr sagen wir DANKE!

Es gäbe sicherlich noch eine Menge mehr zu berichten. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und vielschichtig: man hat Kontakt mit den Müttern der Krabbelgruppen, Konfirmanden werden angemeldet, die aktuellen Gottesdiensttermine und sonstige Ankündigungen veröffentlicht, die Urkunden für die Jubelkonfirmanden werden gedruckt, Pressemitteilungen werden geschrieben, der Stadtkirchenbote muss auf die Austräger verteilt werden. Aber auch Geburtstagsbesuche werden organisiert oder Geburtstagskarten werden für die ehrenamtlichen Mitarbeiter geschrieben. Und schließlich werden die Kirchenbücher geführt: es finden Taufen statt, Jugendliche werden konfirmiert, Hochzeiten werden gefeiert und Beerdigungen gehören auch dazu.

Und immer wieder kommt Gabriele zum Einsatz. Haben Sie auch noch eine Gabriele zuhause? Oder kennen sie zumindest? Den Jüngeren und Jungen sagt das vielleicht nichts (mehr): Gabriele ist eine Schreibmaschine der Firma Triumph Adler, die auch heute noch treue Dienste leistet. Denn nicht jedes Formular lässt sich mit dem Computer und Drucker befüllen, manches muss noch von Hand eingespannt werden. Und diese oder eine andere Gabriele begleitet Frau von der Heide schon ihr ganzes Berufsleben.
Wichtig war für Frau von der Heide immer der gute Kontakt zu allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbei-tern, allen Menschen, die das Gemeindebüro besucht haben, und letztlich auch der konstruktive Austausch mit Pfarrer Helmut Bernhard und die Freiheit, die ihr gegeben wurde.
Vieleicht haben Sie auch eine ganz besondere Erinnerung an die gemein-same Zeit mit Frau von der Heide. Wir haben mal einige Erlebnisse notiert, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu haben. Manches ist schon lange her, manches war erst kürzlich. Manches machen heute andere, manches macht sie noch immer. Manches alleine, vieles in der Gruppe.

  • Tische decken und Kaffeekochen am Seniorennachmittag
  • einen Adventsnachmittag in der Kirche mit Wunschbaum und Märchen in Mundart, als es noch keine Offene Kirche gab,
  • die Kollekte zur Konfirmation zählen,
  • Plakatidee für ein Musical umsetzen, beim Bühnenbild helfen,
  • Fotoshooting mit den Playmobilfiguren zum Lutherjubiläum,
  • einfach im Gottesdienst sitzen,
  • Rechercheaufträge aus dem Ausland verfolgen,
  • das Bibelkochen oder das Kochen zum Lutherabend, unzählige (!) Schmalzbrote schmieren, Kartoffeln schälen, Suppe kochen,
  • den Kirchenvorraum und Altar gestalten (Erinnern Sie sich an den Ostertisch oder das feurige Tuch an Pfingsten?),
  • am Gemeindefest Tischdecken zurechtschneiden, Kerzen anzünden,
  • das Archiv entrümpeln und Vorhänge im Archiv aufhängen usw.

Besonders hervorheben möchten wir den „Lebendigen Adventskalender“. Viele, viele Menschen haben hier schon mitgemacht oder besuchen den Adventskalender. Jedes Jahr aufs Neue organisiert Friederike von der Heide Gruppen und Einzelpersonen, die ein Türchen gestalten, mal wird gesungen, mal gebastelt oder eine Geschichte vorgetragen. Und fast jeden Abend ist dann Frau von der Heide im Kirchenvorraum und begrüßt die Menschen, die den Abend gestalten, nimmt teil und genießt bei einer warmen Tasse Tee das Miteinander in der Vorweihnachtszeit.

Friederike von der Heide hat diese Gemeinde nicht nur hauptamtlich geprägt, sondern auch im Ehrenamt: Schaukasten und Kirchenvorraum, Lebendiger Adventskalender und auch in der Kantorei und der Kreativgruppe.

Und zum Schluss noch eine gute Nachricht: Frau von der Heide ist ordentliches Mitglied der Stadtkirchengemeinde! Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement, das sie weiterhin ausüben wird, wird sie sicherlich das eine oder andere Mal in einem Gottesdienst anzutreffen sein.

Traudel Heinze und Sandra Leutner,
Mitglieder im Kirchenvorstand und
Mitstreiter in der Kreativgruppe

Herr Wedler - 15 Monate Küster  [close]
Zu Besuch bei unserem Küster

Fünfzehn Monate sind es nun, seit Reinhold Wedler seine Stelle als Küster in unserer Stadtkirchengemeinde angetreten hat. Der „Mann mit dem Hut“ ist inzwischen ein vertrautes Gesicht in unserer Stadtkirchengemeinde.
Wir verabreden uns zu einem „Rückblick“ im Gemeindehaus.
„Was fällt dir spontan ein“, will ich wissen, „wenn du an die letzten fünfzehn Monate denkst?“
„Für mich ist viel Entscheidendes passiert“, erzählt Reinhold Wedler. „Ich habe hier in der Gemeinde ein Zuhause gefunden. Die Menschen hier sind lebendig und nicht so konservativ. Alle sind offen und freundlich auf mich zugegangen. Und ich hätte nie gedacht, in meinem Alter noch einmal eine feste Anstellung zu bekommen. Das war ein Geschenk für mich. Und das hat mir Kraft gegeben. Ich habe z.B. aufgehört zu rauchen und es bis heute durchgehalten. Ich bin hier auf Anerkennung und Akzeptanz gestoßen. Die Leute grüßen mich freundlich - sogar Nachbarn, denen ich bis dahin eher fremd und unbekannt war! Der Senioren-
und Babbelnachmittag hinterlässt mir immer einen Teller mit Kuchen, das ist einfach schön!“
Inzwischen hat sich Reinhold Wedler in die verschiedenen Aufgabenbereiche eines Küsters gut eingearbeitet.
Es flutscht ihm - wie er es benennt - alles von der Hand! Und seine Arbeitsbereiche sind sehr vielfältig und abwechslungsreich.
„Manche Aufgabengereiche sind fest. Dazu gehören z.B. die Pflege des Gemeindehauses und der Kirche.
Alles will blitz und blank sein. Zweimal im Jahr sind auch die Fenster dran. Und dann habe ich auch die Gottesdienste vorzubereiten. Jetzt, wo diese noch ins Gemeindehaus ausgelagert sind, gilt es den Altar aufzubauen und Stühle zu stellen. Dann wollen die Blumen für den Altar bestellt und abgeholt werden.
Und dann gibt es auch noch so manche Sonderaufgaben, z.B. von Pfarrer Helmut Bernhard oder unserer Kantorin! Je nach dem, was gerade anfällt! Es wird nie langweilig“, erzählt Reinhold Wedler und strahlt über das ganze Gesicht. Und ich erinnere mich an die Tage, an denen das Kreischen einer Säge gefolgt vom Aufstöhnen eines Akkuschraubers durch unser Gemeindehaus schallte und unter der handwerklich begabten Hand unseres Küsters die Holzkonstruktion des Bühnenbildes „Geisterstunde auf Schloss Eulenstein“ entstand. Sie erinnern sich?
Zurzeit ist Reinhold Wedler dabei, die sechzig Stühle der Kirchenempore zu restaurieren. „Alles in Handarbeit!
Ohne Maschinen! Ich habe mir vom Schreiner zeigen lassen, wie das geht, und er hat mir das notwendige Material zur Verfügung gestellt. Jetzt werden die Stühle mit der Hand abgeschliffen und anschließen geölt!
Dann können sie in der renovierten Kirche in neuem Glanz erstrahlen.“
Wie ist das für einen Küster, wenn die Kirche ein Jahr lang geschlossen ist? „Ich vermisse sie. Es ist mein Schiff! Mir fehlt da etwas! Ich bin jeden Tag einmal drüben und verfolge die Fortschritte. Und ich freue mich auf die neue Kirche, vor allem auf die Orgel und auf den Altarraum.“
Und wenn dann alles wieder funktioniert, dann wird die Beleuchtung des Schaukastens auch elektronisch gesteuert werden.“ Bisher muss diese noch mit der Hand betrieben werden – zur Freude der Hündin Babsi. Sie darf nämlich ihr Herrchen dabei begleiten, wenn im Winterhalbjahr die Schaukastenbeleuchtung um 18 Uhr angeschaltet und zu später Stunde gegen 23 Uhr wieder ausgeschaltet wird.

„Was war denn das schönste Erlebnis bisher in unserer Gemeinde?“, frage ich neugierig.

„Es gab viele schöne Momente. Aber an einen erinnere ich mich besonders. Das war bewegend. Ich weiß nicht mal mehr, wann dass genau war. Die Kantorei hatte in einem Gottesdienst in der Kirche von der Empore gesungen.

Da wusste ich auf einmal: Jetzt bin ich zuhause angekommen!“

Andrea Erdmann
Evangelische Stadtkirchengemeinde Groß-Gerau
Kirchstr. 11, 64521 Groß-Gerau,
Fax: 06152-910281

ev.stadtkirchengemeinde.gross-gerau (at) ekhn-net (dot) de

Öffnungszeiten:
Dienstag 10.00 - 12.00 Uhr
Mittwoch 16.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 12.00 Uhr
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