Generationen treffen sich

Einige Mitglieder des Kirchenvorstands haben sich überlegt in einem Jahresprogramm Aktionen und Nachmittage für Klein & Groß anzubieten. An diesen Terminen soll es die Möglichkeit geben, dass man unabhängig vom Alter zusammenfindet, um gemeinsam Zeit zu verbringen.
In 2019 wollen wir damit starten und haben uns hierfür unterschiedliche Angebote überlegt. Dabei werden Euch und Ihnen bestimmt einige Termine bekannt vorkommen, aber es wird auch Neues dabei sein. Es wird acht Termine geben, auf die wir auch noch in einem separaten Flyer hinweisen, den wir auch auslegen werden. Wir hoffen, dass etwas dabei sein wird, das Ihr Interesse weckt.

Bei einigen Terminen ist es für die Vorbereitung (z.B. ausreichende Anzahl von Tischen und Stühlen, Besorgen von Bastelmaterialien) wichtig, sich frühzeitig anzumelden. Teilweise kann es auch sein, dass ein kleiner Kostenbeitrag nötig ist; wir werden natürlich bei den jeweiligen Terminen explizit darauf hinweisen.
Ein Wochenende unter Diakonissen

Noch vor der offiziellen Amtseinführung war beschlossen worden, dass der Kirchenvorstand in ungefähr fünf, sechs Monaten zusammen über ein Wochenende wegfahren wollte, um „in Klausur zu gehen“.
Nun war es soweit. Im Februar fuhren wir zu einem gemeinsamen Wochenende in das Diakonissenhaus in Frankfurt. Dabei waren aber nicht nur der Kirchenvorstand, sondern auch zwei Mitglieder der Versöhnungsgemeinde GG-Nord, die hauptamtlich Beschäftigten sowie die beiden Pfarrer Herr Bernhard und Herr Scherer-Faller.
Wir hatten uns ein straffes Programm für unser Arbeitswochenende vorgenommen: Neben der inhaltlichen Arbeit an verschiedenen Themen, wollten wir auch ganz konkret den Gottesdienst zur Fusion und Entwidmung der Nordkirche vorbereiten und u.a. hierfür Lieder einüben und dann natürlich auch von dem Haus und der Umgebung profitieren: das geistliche Leben sollte nicht zu kurz kommen.
Nachdem wir freitags mit dem Zug von Groß-Gerau nach Frankfurt gefahren waren, bezogen wir die modernisierten und freundlich eingerichteten Zimmer – mitten im Altbau des Diakonissenhauses. Danach trafen wir uns zum Essen und anschließend zum Gottesdienst.
Abends probierten wir uns als Kirchenvorstand – meines Wissens erstmalig – im Gesang aus. Die Kantorin führte uns zu vierstimmigen Kanons, die in einem fulminanten Quodlibet endeten. Wir waren begeistert von unseren Stimmen und unserem Können!
Samstags unterstützte uns eine externe Moderatorin und unser Arbeitstag war gekennzeichnet von Fragestellungen zur Fusion und zu möglichen Vorbehalten und Chancen in und für beide Gemeindeteile und von der Frage, welche Themen wir in den nächsten 5 Jahren angehen wollen oder auch welche Herausforderungen wir in der Zukunft sehen. Deutlich wurde aber auch, dass wir in einer aktiven Gemeinde leben und wir unseren Status Quo beibehalten wollen. Die inhaltlichen Ergebnisse werden nun in den nächsten Kirchenvorstandssitzungen weiter diskutiert und umgesetzt.
Besonders erlebenswert waren die Gottesdienste im Diakonissenhaus: Freitagabend nahmen wir an der Komplet teil – ein gesungener Gottesdienst mit klarer, fester Liturgie. Für uns war es schön anzuhören, aber schwer mitzusingen.
Samstagabend nahmen wir am Gottesdienst zum Wochenausklang, der von den Diakonissen geleitet wurde, teil. Der Gottesdienst am Sonntag wurde vom ansässigen Pfarrer gehalten und war uns in der Ausgestaltung wohl am vertrautesten.
Insgesamt beeindruckt hat mich der kurze Einblick in das Gemeinschaftsleben der Diakonissen:
Man konnte eine Gruppe von Frauen beobachten, die sich entschieden haben ihr Leben in einer solchen Gemeinschaft zu leben und Gott zu dienen. Überrascht war ich über so manchen coolen Spruch, oder dem Handy, das bei Gottesdienstbeginn noch eben schnell stumm geschaltet wurde. Dinge, die ich niemals erwartet hätte!
All das und die Möglichkeit sich ein bisschen besser kennenzulernen - die Abende wurden natürlich auch genutzt, zum Reden, zum Diskutieren und zum Zuhören - hat für uns zu einem erfolgreichen Wochenende geführt!
So ging es dann am Sonntag nach dem Gottesdienstbesuch, dem Mittagessen in geselliger Runde, einem Stück leckerer Himbeersahnetorte und einem Sack voller Ideen und Vorhaben beschwingt und gut gelaunt zurück nach Groß-Gerau.
Von unserem musikalischen Können konnte man sich im Gottesdienst am 6. März überzeugen.

Sandra Leutner, Kirchenvorsteherin
Rückblick auf meine 6 Jahre als Kirchenvorsteher

Als ich mich seinerzeit als Kandidat zur Verfügung stellte, war ich schon überrascht, dass ich als „Neubürger“ in Groß-Gerau hier gleich in den Kirchenvorstand gelangte.
Der Kirchenvorstand der Stadtkirchengemeinde ist ein relativ großes Gremium. Er zählt 12 gewählte Mitglieder. Einige davon können schon auf längere Amtszeiten zurückblicken, andere sind aber auch erst ab dieser Wahlperiode dabei. Ihm gehören natürlich auch die der Stadtkirche zugeordneten Geistlichen, also Herr Bernhard, sowie der Dekan bzw. die Dekanin, zunächst Herr Bühler, nun Frau Schlegel an. Eine recht interessante Mischung, die mir Vieles gegeben hat!
Zu Beginn der Amtszeit wurden Ziele und Aufgaben besprochen, denen man sich in den kommenden sechs Jahren widmen wollte. So wurde z.B. nach der Betrachtung der verschieden Altersgruppen deutlich, dass es für Kinder und Jugendliche, sowie für Senioren regelmäßige Angebote gibt. Für Gemeindeglieder, die im Berufsleben stehen und die nicht z. B. kirchenmusikalisch aktiv sind, fehlt es an über den Gottesdienst hinausgehenden Angeboten. Zur zeitgemäßen Ansprache dieses Personenkreises wurde auf Initiative des Kollegen Dr. Müller eine Web-Seite als weiteres Informationsmedium neben dem „Stadtkirchenboten“ kreiert. Dieses Internet-Angebot wird sehr gut angenommen. Die Informationen, Fotos, Filme, wie auch die „Live-“Übertragung aus dem Turmfalkennest der Stadtkirche werden praktisch weltweit aufgerufen und angeschaut. – Hinsichtlich der besseren Anbindung der vorgenannten „Zielgruppe“ wird man sicherlich noch weitere Anläufe machen müssen.
Im Kirchenvorstand wurden auch liturgische Themen behandelt. So haben wir uns mit neuen Gottesdienstformen, wie auch mit Fragen der Abendmahlsgestaltung befasst. Realisiert wurde das Projekt „offene Kirche“, in dessen Rahmen gelegentlich auch Ausstellungen erfolgen.
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Kirchenrenovierung

Zum Dauerthema wurde dann das große Projekt der Kirchenrenovierung. Es begann mit dem Kirchturm, dann folgten Kirchenschiff und Altarraum. Zudem wurde die Orgel umfassend renoviert. Hinsichtlich der Kosten war und ist dies ein Millionenunterfangen. Den Vorstellungen des Kirchenvorstandes setzten der Kostenrahmen, wie auch der Denkmalschutz manche Grenzen. Hier gab es einige Probleme, die erst nach Ortsbegehungen, wie auch Gesprächen mit der Kirchenbauverwaltung in Darmstadt, teilweise nur unter Eingehung großer Kompromisse bewältigt werden konnten. So blieb der „schwarze“ Kirchenboden. Dafür „durften“ die ziemlich marode Emporen-Brüstung und die Kanzel ersetzt werden. Die Arbeiten kamen schließlich zum guten Ende und haben uns eine freundliche und helle Kirche beschert.
Beratend und helfend stand uns Herr Dr. Markus Zink als Fachmann für Kunst und Kirche des Zentrums für Verkündigung in Frankfurt zur Seite. Zur Anschaffung neuer „Herzstücke“ für unsere Stadtkirche begleitete er die Ausschreibung und schließlich die Auswahl einer geeigneten Künstlerin. Dies war gut so, denn zu diesem Unterfangen fehlte uns doch die Erfahrung. Die von Meide Büdel (Nürnberg) entworfene Konzeption für Altar, Kanzel, Taufbecken und Osterkerze war unter den drei Bewerbern zweifellos die ansprechendste. Noch besser als die Modelle zunächst vermitteln konnten, ist nach meinem Empfinden die Ausführung der Stücke gelungen. – Die neu gestaltete Kirche wird gut angenommen. Schließlich wird sie im wachsenden Maße auch gerne von Auswärtigen für Trauungen angefragt.
Die Herstellung einer Zugangsrampe seitlich des Kirchturms, der den Zugang zur Kirche nun für Menschen, die auf Hilfsmittel angewiesen sind, erleichtert, hätte ich ja lieber in Richtung unseres Gemeindehauses gesehen. Aber auch hier lernte ich hinzu: Hier gab es wenig Spielraum. Denn das Gelände, das die Kirche umgibt, wie auch die Platzzugänge, gehören der bürgerlichen Gemeinde, also der Stadt Groß-Gerau.

Weitere Aufgaben

Ein Kirchenvorstand hat sich auch mit personellen Angelegenheiten zu befassen. So musste z.B. ein neuer Küster gefunden werden. Mit Herrn Reinhold Wedler haben wir einen freundlichen, fleißigen und hilfsbereiten Mitarbeiter gewonnen, der zusammen mit unserer emsigen Gemeindesekretärin, Frau Friederike von der Heyde, z. B. auch die „offene Kirche“ ermöglicht.
Eine schöne Sache ist nach meinem Empfinden die Sitte, dass möglichst zwei Kirchenvorsteherinnen oder -vorsteher neben dem Pfarrer zugegen sind, um die Gottesdienstbesucher zu begrüßen. Dies schafft lockere Kontaktmöglichkeiten, nicht nur mit den sehr regelmäßigen Besucherinnen und Besuchern.
Wir haben mit Helmut Bernhard einen ausgesprochen „rührigen“ Gemeindepfarrer mit sehr vielen Ideen. Unsere Kantorin Wiebke Friedrich bringt sich dazu mit sehr großem Engagement musikalisch mit ein. Ich denke hierbei z. B. an unsere Luther-Veranstaltungen zum Reformationsfest oder an Darstellungen bei der Einführung neuer Konfirmandenjahrgänge, die Bonhoeffer-Veranstaltungen usw.
Bei manchen Projekten, wie z.B. dem Gemeindefest oder der Herrichtung der Kirche für Weihnachten mit Aufstellung und Schmückung des Weihnachtsbaumes und der Krippe könnte der Kirchenvorstand immer wieder einmal weitere Helferinnen und Helfer gebrauchen. Diese müssten sich unter den Dreitausend Mitgliedern der Stadtkirchengemeinde doch finden lassen!
Zum neuen Kirchenvorstand habe ich selbst nun nicht mehr kandidiert. Dies liegt an beruflichen Belastungen und zunehmenden Verpflichtungen im familiären Bereich. - Rückblickend war die Kirchenvorstandsarbeit eine schöne und interessante Zeit. Natürlich gab es auch gegensätzliche Standpunkte, die auszutragen waren. Aber der Umgang war insgesamt stets freundlich und vertrauensvoll, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kam. Mir hat es auch geholfen, noch besser in Groß-Gerau Wurzeln zu schlagen.
Dem neuen Kirchenvorstand und insbesondere den neuen Mitgliedern wünsche ich eine ebenso gute Zusammenarbeit und ich denke, mit Gottes Hilfe wird dies auch segensreich für unsere Stadtkirchengemeinde gelingen.

Armin Möll, im Juli 2015
Kirchenvorstand der Stadtkirche Gross Gerau
Was macht eigentlich der Kirchenvorstand?

Der Kirchenvorstand leitet nach der Schrift und gemäß dem Bekenntnis die Gemeinde und ist für das gesamte Gemeindeleben verantwortlich. Er hat darauf zu achten, dass in der Gemeinde das Wort Gottes lauter verkündigt wird und die Sakramente recht verwaltet werden. Er soll die Sendung der Gemeinde in die Welt ernst nehmen und auch die Gemeindeglieder dazu anhalten. Geeignete Gemeindeglieder soll er zur Mitarbeit ermuntern und vorhandene Gaben in der Gemeinde wirksam werden lassen." (Ar. 6 Kirchenordnung)
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