"Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth!"

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Der größte Schatz im Archiv der Stadtkirche sind natürlich die Kirchenbücher, die in den ältesten Aufzeichnungen bis 1557 zurückreichen. Sie enthalten Angaben zu Geburt, Taufe, Konfirmation und Sterben vieler Groß-Gerauer, deren Namen und Existenz sonst nirgendwo belegt ist. Auch von vielen „echten, alten Groß-Gerauern“ ist nur in den Heiratseinträgen festgehalten, woher einst ihre Vorfahren nach Groß-Gerau eingeheiratet haben.
Es gibt im Archiv aber auch viele Unterlagen zu dem Geschehen im Kirchenbereich seit 1600, von der Verwaltung der Kirchengemeinde, den Aktivitäten in der lokalen Gemeinde und dem Anwachsen der Seelenzahl, das zur Abgabe der Filialgemeinden führte. So liegt so manches sehr lokale historische Detail auch zu Dornberg, Berkach oder Worfelden noch unentdeckt in den Archivschachteln verwahrt.
Geborgenheit in Gottes Nähe - die Stadtkirche Gross Gerau - Endlich wieder offen

Gotteshaus – Kunstdenkmal – Geschichtszeuge – alles in Einem.
Für viele Menschen, Einheimische und Gäste gleichermaßen, hat diese imposante Kirche in Groß-Gerau eine ganz besondere Anziehungskraft und große Ausstrahlung. Sie ist Ort der Stille, Ort des Wortes und Ort der Musik. Hier findet lebendige Kirche statt mit Gottesdiensten, Andachten, Konzerten und Festen an den Eckpunkten des christlichen Lebens.
Die Stadtkirche Gross Gerau im Zentrum der Stadt lädt ein!

Ein neues Angebot - Ein Ort der Stille - offen für Alle!

Stellen Sie sich vor: Seit zwei Stunden laufen Sie durch die Stadt. Die Bluse ist in der Reinigung. Aber was soll die Nichte zum Geburtstag bekommen?

Zeit für eine Auszeit!

Stellen Sie sich vor: Schon wieder ist ein Jahr ohne den geliebten Menschen herum. Und immer noch ist es so schwer, allein am Tisch zu sitzen. Wie soll es weitergehen?

Zeit für eine Auszeit!

Stellen Sie sich vor: Das war wieder ein Tag! Alles im Laufschritt. Und der Chef war wieder nicht zufrieden. Wie sollen Sie das alles nur schaffen?

Zeit für eine Auszeit!

Aber: wohin, wenn alles so schwer, alles so verworren, alles so hektisch ist? Sie suchen ja gar kein Gespräch. Sie wollen ja nur einmal alleine sein, die Gedanken ordnen, ruhig werden, durchatmen, abschalten.

Wohin mit diesen Wünschen?

Die Kirche ist offen. Für Sie.

Für ein paar Minuten oder auch für ein paar Stunden. Das ist neu!
Vielleicht haben Sie es schon gehört: Die Stadtkirche will eine offene Kirche sein. Noch ist gar nicht alles vorbereitet:
Es fehlen noch ein paar Schlösser, damit niemand alleine auf den Turm geht. Es fehlen auch noch ein paar Dinge, die helfen können, zur Ruhe zu kommen. Vielleicht eine besondere Kerze oder ein Büchlein mit Anregungen zum Nachdenken, vielleicht auch ein Buch, in das man etwas hineinschreiben kann. Das alles ist erst in der Planung. Trotzdem hat der Kirchenvorstand beschlossen, dass die Kirche schon ab Mitte März von morgens bis abends offen sein soll. Der genaue Termin wird dann in der Zeitung bekannt gegeben und ein Schild vor der Kirche wird zudem anzeigen, wann sie offen ist.
Dann haben Sie die Gelegenheit, Ein Ort der Stille - offen für alle! „auf einen Sprung“ hereinzuschauen:
nach der Arbeit, vor dem Einkauf, in der Mittagspause, beim Bummel durch die Stadt ... Ein offenes, einladendes Angebot an alle Menschen - unabhängig davon, ob sie Ruhe suchen
oder Trost, ob sie Interesse an der Baugeschichte lockt oder die reine Neugier. Jede und jeder ist eingeladen und willkommen! Jederzeit!
Kommen Sie herein. Niemand wird Sie fragen, was Sie hier wollen. Niemand wird Sie beobachten. Niemand wird Ihnen ein Zettelchen aufdrängen.
Sie können ganz sicher sein, dass diese Zeit in diesem Raum nur Ihnen gehört.
Probieren Sie es einmal aus: In der Bankreihe sitzen, ganz für sich, und die Augen zumachen.
Oder die Augen aufmachen. Ins Licht schauen. Da scheint die Sonne durch die bunten Fenster, da brennt eine Kerze, da wird es heller.
Die Ohren aufmachen. Die Stille hören. Oder das Abendläuten. Oder die Orgel. Manchmal spielt jemand ganz neue Töne.
Vielleicht auch das Herz aufmachen. Und ausschütten. Da ist so viel Raum. Weit und hoch ist der Raum. In diesen Raum passen die größten Sorgen.
Vielleicht den Mund aufmachen. Da liegen kleine Texte, die man vor sich hin sprechen kann, wenn man nicht mehr weiß, was man sagen soll.
Einfach nur die Tür aufmachen. Nur mal gucken. Oder nur einmal durchatmen. Und ausruhen. Und mal die volle Einkaufstasche hinstellen. Und abschalten. Danach geht’s dann weiter.
Mit ein bisschen mehr Ruhe, mit ein bisschen mehr Kraft.

Es ist Ihre Kirche. Sie ist für Sie da.

Volker Lilje, Kirchenvorsteher
Endlich wieder offen

Bis tief in die Nacht hinein war der eine oder andere Handwerksbetrieb noch am Werkeln und viele fleißige Hände aus der Gemeinde schmückten in einem Großeinsatz die Kirche
weihnachtlich mit Tannenbaum und Krippe. Tagelang war schon überall eine freudige Spannung spürbar.
Endlich! Nach einem Jahr Renovierung öffnete unsere Stadtkirche am 4. Advent mit einem Festgottesdienst wieder ihre Türen. Bereits kurz nach neun Uhr strömten die ersten Besucher voller Neugierde in die noch nach frischer Farbe riechende Kirche.
Fortsetzung - Endlich wieder offen  [close]
Sie erwartete ein Raum mit mehr Weite, ein neues Licht- und Farbkonzept, frisch gestrichene Bänke mit neuen Auflagen und Schränke für Gesangbücher und Informationsmaterial.
Alle wirkten an diesem besonderen Tag mit. Die Kigo-Kinder eröffneten mit dem Lied „Wir sind die Kleinsten der Gemeinde“ den Gottesdienst.
Pfarrer Bernhard und ein Team des Kirchenvorstandes gestalteten ihn liturgisch und teilten im Predigtteil ihre Gedanken zum Sinn und zur Bedeutung eines Gotteshauses mit
der Gemeinde. Die Kantorei und der Posaunenchor umrahmten den Gottesdienst musikalisch. Dem Architektenteam Lorenz aus Trebur und den Handwerkern wurde ein herzlicher Dank ausgesprochen. Dekanin Birgit Schlegel, DSV-Vorsitzender Holger Tampe und Bürgermeister Stefan Sauer richteten Grußworte an die Gemeinde.
Nach knapp zwei Stunden konnte man sich dann nicht nur mit Brezeln stärken und mit Sekt auf die neue Kirche anstoßen, sondern auch seine Gedanken zum neuen Erscheinungsbild
austauschen:
„Ein klarer, heller Raum! Das gefällt mir gut. Einfach und schlicht!“
„Tolles Lichtkonzept. Die Beleuchtung der Bogen ist ja super!“
„Etwas mehr Farbe wäre nicht schlecht gewesen.“
„Mir fehlen die Bögen um die Fenster im Chorraum, die haben diese abgegrenzt. Aber vielleicht muss ich mich auch erst daran gewöhnen.“
„Dadurch, dass man auf die Bögen um die Fenster verzichtet hat, kommen diese viel klarer raus und bilden eine Einheit.“
„Hing der Jesus schon immer da?“
„Endlich sehe ich keine hässlichen Flecken mehr, wenn ich bei der Predigt mal an die Decke schaue.“
„Bekommen die Bänke wieder Haken für die Taschen?“
„Wenn mein Mann das noch hätte erleben können! Er hätte sich gefreut. Damals hat man so sehr für den Erhalt der Kirche in ihrer Form gekämpft! Und es hat sich gelohnt, denn wir hätten den Tag heute sonst nicht feiern können.“
„Die Kirche strahlt Ruhe und Klarheit aus!“
„Der Raum wirkt viel größer!“
„Wie schön, wieder in der Kirche zu sein!“
„Ich hab mein Schiff wieder!“...

Andrea Erdmann, Kirchenvorsteherin
„Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit.“ Mit diesen Worten beginnt ein bekanntes Adventslied. 2013 bekam das alte Lied für die Stadtkirchengemeinde noch eine ganz aktuelle Bedeutung, denn die Türen der Stadtkirche waren verschlossen und wurden tatsächlich im Advent wieder geöffnet, nach fast genau einem Jahr der Renovierungsarbeiten im Inneren der Kirche.

Die Tore der Stadtkirche sind OFFEN.

(siehe Bildergalerie ):

Kaum waren die großen Weihnachtsgottesdienste 2012 zu Ende, wurde unsere große Orgel in Einzelteile zerlegt und nach Kassel abtransportiert. Nur die ganz großen Pfeifen wurden wie auch die Kirchenbänke „eingehaust“, d.h. ein schützendes Gehäuse aus Spanplatten wurde um sie herum gebaut. Dann fuhren große Lkw vor die Kirche und mitten in der Stadtkirche wuchs in wenigen Tagen ein riesiges Baugerüst. Die Firma Nüthen bohrte Löcher, demontierte Wandverkleidungen, stemmte Schlitze in die Wände. Und nur wer die Entwürfe des Architekten gesehen hatte, konnte sich vorstellen, dass aus diesem staubigen Chaos einmal wieder ein ansehnlicher Kirchenraum werden sollte. Aber auch hinter den Kulissen waren es unruhige Zeiten - vor allem für Pfarrer Bernhard:
Termine mit der Bauverwaltung der Landeskirche, dem Denkmalschutz, dem Architekten - mal ergebnisloses Hin und Her; mal erbitterter Streit um hunderttausend Euro; mal hektische Betriebsamkeit, weil noch ein Antrag gestellt werden musste. Die Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung war nicht immer einfach. Dass unser Pfarrer in diesem Jahr überhaupt noch Zeit für einen Seniorennachmittag oder ein Taufgespräch hatte! Ein Wunder.
Und die Gemeinde? Sie rückte im wahrsten Sinne des Wortes zusammen. Meistens war ja genügend Platz im Gemeindehaus, aber manchmal wurde es doch auch sehr eng, wenn gleich mehrere Taufgesellschaften im Gottesdienst saßen oder wenn die Kerweborsch und die neuen Konfirmanden dabei sein sollten. Da musste Herr Wedler den allerletzten Klappstuhl hervorzaubern. Aber unser schönes Gemeindehaus direkt neben der Kirche hat sich wirklich bewährt. Wenn auch die feierliche Stimmung des großen Kirchenraums fehlte.
Und jetzt? Jetzt freuen sich alle auf „richtige“ Kirche. Nur auf die Orgel müssen wir noch etwas warten, denn die wird erst montiert, wenn der letzte Baustellendreck beseitigt ist. Sie ist einfach zu empfindlich. Deshalb werden die Gottesdienste im Januar noch einmal im Gemeindehaus stattfinden.
Aber das sind wirklich dann nur noch wenige Wochen. Und jetzt wollen wir erst einmal feiern, denn Groß-Gerau hat nun eine wunderschöne neue alte Kirche mitten in der Stadt. Mit strahlenden Buntglasfenstern im Chorraum - finanziert aus Spenden der Gemeinde; mit einem für eine halbe Million Euro sanierten Turm, mit einladender Eingangshalle und jetzt auch mit einem hellen Kirchenschiff, das über eine Million Euro gekostet hat.
Kommen Sie selbst und schauen Sie sich das Ergebnis an. Es kann sich sehen lassen!
Der festliche Gottesdienst am 4. Advent wird von Kantorei und Posaunenchor musikalisch gestaltet. Der Weihnachtsbaum steht, die Krippe ist aufgebaut,. Das wird ein beeindruckendes Erlebnis, wie auch der stimmungsvolle Konzertabend am gleichen Tag: Morgens der helle Kirchenraum mit den bunten Fenstern, durch die (hoffentlich) die Wintersonne scheint; abends derselbe Raum, nun aber im weihnachtlichen Kerzenschein und mit dem ersten Einsatz der neuen raffinierten Beleuchtung.

Ich freue mich drauf.

Volker Lilje, Kirchenvorsteher
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