Die Geschichte der Stadtkirche Groß-Gerau

1262 In einer Urkunde vom 28. Juli 1262 wird in Groß-Gerau erstmals eine Kirche erwähnt. Hiernach ist diese Kirche von den Oppenheimern 1257 während einer Fehde mit den Gerauern in Brand gesteckt worden. Die Oppenheimer sollten als Sühneleistung auf Anweisung des Papstes Alexander IV. ein neues Gotteshaus bauen. Wahrscheinlich bauten die Oppenheimer jedoch diese Kirche nicht in Groß-Gerau sondern in Oppenheim die Katharinenkirche (Grundsteinlegung 1262).
Die Pfarrer der Stadtkirche Groß-Gerau seit 1210

Wenn wir von der Stadtkirche Gross Gerau sprechen, sollten wir doch nicht vergessen, auch derer zu gedenken, die im Laufe der Jahrhunderte in ihr wirkten. Und wenn wir mit Stolz auf die Tatsache hinweisen, dass der Bau einstmals als schönstes Gotteshaus der ganzen Obergrafschaft galt, dann sollten wir nicht weniger stolz darauf sein, dass Männer darin predigten, die mit zu den bedeutenden ihrer Zeit gehörten und in ihren Werken unsterblich wurden. Wenn auch an dieser Stelle eine umfassende Beschreibung nicht möglich ist, so sollen doch die bedeutendsten Punkte in einer chronologischen Aufstellung mit angeführt sein.

Die Kirche zu Groß-Gerau gehörte im Mittelalter zum Archidiakonat St. Victor zu Mainz und war Sitz des Erzpriesters. Die Verleihung der Pfarreien erfolgte auch an weltliche Personen, insbesondere an Adlige. Die kümmerten sich dann meist nicht um die Seelsorge, die sie gegen geringes Entgelt einem Volksgeistlichen (lateinisch plebanus) überließen und nur die Pfründe der Pfarrei nutzten.
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