>>> Sie möchten mehr über die Orgel erfahren ...  [close]
Unser großer Kirchenraum ist der ideale Palast für eine Königin. In dem großen hallenden Klangraum kann die Orgel mit aller Lautstärke erklingen.

Die Töne kommen dabei aus vielen kleinen und großen Pfeifen. Unsere Orgel ist übrigens die größte in unserem Dekanat. Sie hat 2624 Pfeifen. Die größte Pfeife hat eine Länge von 16 Fuß, das entspricht 4,80 m. Ihr Ton ist ganz tief. Die kleinste Pfeife hat eine Länge von ca. 1 cm und klingt extrem hoch. Die vielen Pfeifen werden von einem einzigen Menschen gespielt.

Unsere Bosch-Orgel erklang 1957 zum ersten Mal und hat seitdem viele Organisten/innen an sich spielen lassen. Das zehrt auch. Im Jahr 2013 ist sie für 140.000 Euro generalüberholt worden.

Die Organistin sitzt auf der Orgelbank und spielt mit Händen und Füßen. Sie muss alles gleichzeitig tun. Wenn sie auf die Tasten drückt – unsere Orgel hat drei Manuale (Tastenreihen) - öffnen sich die Ventile unter den jeweiligen Pfeifen. Dadurch zieht Wind durch die Pfeifen, der von dem Blasebalg, der in einem der Turmräume steht, erzeugt wird. Eine Orgelpfeife funktioniert wie eine Flöte. Die Luft, die durch sie geblasen wird, gerät in Schwingung und bricht sich am so genannten Labium – das ist die Öffnung der Pfeife. Je nachdem, ob die Pfeife länger oder kürzer ist, pfeift die Luft mit einem tieferen oder mit einem höherem Ton aus der Öffnung. Unsere Orgelpfeifen bestehen aus Metall und Holz. Die meisten sind nicht zu sehen.

Das Orgelgehäuse ist begehbar. Da klettert der Orgelbauer hinein, wenn er etwas reparieren muss.

Indem die Organistin die so genannten Register in Form der Kippschalter über den Manualen drückt, bestimmt sie die Klangfarbe des Tons.
Eine Orgel kann durch unterschiedliche Tonhöhen, Klangfarben und Lautstärken sogar andere Instrumente wie z.B. Geigen, Trompeten, Posaunen, Oboen etc. nachahmen. Die Pfeifen können einzeln oder mit mehreren zusammen gespielt werden.

Dann wird es ziemlich laut!

Viele Komponisten haben zum Lob Gottes aufwendige Orgelkompositionen geschrieben. Wenn sie gespielt werden, kann man die Musik auch noch außerhalb der Kirchenmauern hören. Sie werden bestimmt den einen oder anderen Orgelschüler unserer Kantorin oder sie selbst üben hören.

Jahr der Orgel 2014

Lange mussten wir warten, bis unsere frisch renovierte Orgel endlich wieder in Gottesdiensten und Konzerten erklungen ist. Ende November, als die mit Dreck verbundenen Arbeiten bei der Kirchenrenovierung vollendet waren, wurden erste Grobarbeiten an der Orgel vorgenommen.
Sie wurde ausgepackt und ihr Gehäuse wurde passend zur Farbgebung der Kirche neu angemalt. Auch der Blasebalg, der tief unten im Turm sein Zuhause hat, konnte zu dieser Zeit bereits gesäubert und repariert werden. Obwohl die Orgelbaufirma Bosch alles das, was ihr möglich war, bereits in der Werkstatt bei Kassel erledigt hatte, bedurfte es bezüglich der Feinarbeiten, des Wiedereinbaus der Pfeifen und ihrer Stimmung sowie der Installierung der neuen Registermagneten und der Sequenzeranlage einiger Wochen vor
Ort und Stelle, so dass unsere Orgel zu Weihnachten noch nicht benutzbar war. Dank unseres Posaunenchores und der Jungbläser haben wir aber trotzdem festliche Weihnachtsgottesdienste begehen können.
Somit zogen sich also die Arbeiten an unserer Orgel noch bis in den Februar hinziehen. Wir sind froh, dass wir das Geld für die Renovierung dank vieler Spenderinnen und Spender bereits beisammen haben.
Als Dankeschön dafür und um unsere Freude über ein dann hoffentlich zuverlässig funktionierendes Instrument auszudrücken, soll das Jahr 2014 mit vielen Konzerten voll und ganz im Zeichen unserer Stadtkirchenorgel stehen.
Begonnen hat diese Konzertreihe bereits mit einem großen Festkonzert unserer Kantorin Wiebke Friedrich mit Werken von Johann Sebastian Bach, César Frank, Michael Schütz und anderen. Außerdem geplant sind Konzerte, in denen unsere Bläser, die Kantorei und die Orgel gemeinsam erklingen, ein Passionskonzert mit Choralbearbeitungen von Johann Sebastian Bach, Kinderorgelkonzerte, speziell auch zum Reformationstag, Orgel und Sologesang. Auch eine Orgelradtour (siehe auch ) ist wieder in Planung sowie ein Dekanatsorgeltag und ein Fortbildungstag für die nebenamtlich tätigen Organistinnen und Organisten des Dekanates.
Einen Abschluss findet diese Reihe erst im Frühjahr 2015 mit einem besonderen Passionskonzert, bei dem Christian Hopp den „Kreuzweg“ von Marcel Dupré spielen wird.

Freuen Sie sich also und seien Sie gespannt auf „Das Jahr der Orgel“ 2014 bei uns in der Stadtkirche in Groß-Gerau!

Wiebke Friedrich
Stadtkirche Groß Gerau
Orgelunterricht/Organistenausbi ldung:
Haben wir Ihr Interesse geweckt, selbst das Instrument Orgel kennen- und spielen zu lernen und zudem die Möglichkeit eines kleinen Zusatzverdienstes mit dem Spielen bei Gottesdiensten, Hochzeiten usw. ... zu haben:

Die evangelische Landeskirche Hessen/Nassau bietet die kostengünstige Möglichkeit zur nebenamtlichen Organistenausbildung an.
Was muss man dazu mitbringen? Lesen Sie weiter.  [close]
   Acrobat Reader  Valid CSS!  Valid XHTML 1.0!
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Ja, ich akzeptiere