Frau Ingrid Stoll berichtet: "Da das neue Gemeindehaus noch so nüchtern und sachlich wirkte, wurde ich gebeten, ein Objekt oder Ähnliches für den großen Raum zu fertigen."

Es entstand die "Arche Noah" aus drei Teilen:
Arche Noah Stadtkirche Groß Gerau
Der zweite Teil dieser künstlerischen Arbeit auf der gegenüberliegenden Wand ist eine Collage, wieder Kupferdraht über Aquarell und stellt Noah am Ausgang seiner Arche dar. Paarweise verlassen die Tiere die Arche, und der große Regenbogen verbindet Gott und die Menschen (Erde).
Buntglasfenster Stadtkirche Groß Gerau
Buntglasfenster (Kreuz) im Gemeindehaus

Durch die drei neuen, bunten Altarfenster in der Kirche sind viele rechteckige Glasscheiben in Brauntönen aus den entfernten Fenstern unbrauchbar geworden.
Aus diesen Hunderten von Scheiben habe ich mir die hellsten und die dunkelsten Scheiben herausgesucht. Pfarrer
Bernhard gab mir nun noch einige bunte Glassplitter aus Fenstern unserer Kirche aus dem 15. Jahrhundert.

Aus diesen Gläsern habe ich nun eine Bleiverglasung gestaltet, die jetzt im großen Saal des Gemeindehauses gegenüber dem großen, runden Fensterbild hängt.
Als Motiv habe ich das Kreuz gewählt, das mosaikartig aus den Buntscherben zusammengefügt ist.Es ist auf einer Trägerglasscheibe in Kreuzform fixiert und mit einer Füllmasse
ausgefüllt. Umschlossen ist das Kreuz von den alten braunen Scheiben der Kirche.
Weil das neu geschaffene Fensterbild farblich der gegenüber
hängenden runden, großen Bleiverglasung ähnlich ist, passen beide Objekte gut zusammen.

Ingrid Stoll
Buntfenster der Stadtkirche Groß Gerau
Buntfenster aus der Kapelle

Das dominierende Dreieck im runden Giebelfenster soll die Trinität (Gottvater/Gottes Sohn/Heiliger Geist) symbolisieren.
In der Dreiecksform ist ein sehendes Auge enthalten, das als das Auge Gottes mit dem allumfassenden Blick interpretiert wird. Drei aus dem Rahmen entspringende Strahlenbündel symbolisieren das Licht der Erkenntnis und der spirituellen Emanation, die von Gott ausgeht.
Diese beschriebenen Attribute wiederum sind im Zentrum einer angedeuteten Kreisform angeordnet, welche auf die Unendlichkeit hinweisen soll, und damit auf die Einzigartigkeit Gottes anspielt. Die aus dem Zentrum aufsteigende Taube wird als spiritueller, lebendiger Geist Gottes gesehen.
Auch hier sind wieder richtförmig Kreise angedeutet, die auf die Unendlichkeit aufmerksam machen sollen.

Text: Dipl.-Designer Wilfried Volk Foto: Roland Lorenz
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