Dekanatskonfirmandentag in unserer Stadtkirche:

Am 19.10. fand der erste Dekanatskonfitag bei uns in der Stadtkirchengemeinde statt.
Unter dem Thema „WIR sind eine Welt“ fanden insgesamt acht Workshops statt. Teilgenommen haben Konfis aus insgesamt sechs Gemeinden. Zusammen haben sie sich bei der Anmeldung in verschiedene Gruppen gezogen. Jede Gruppe hat drei Workshops besucht, Themen dieser Workshops waren u.a. der Klimawandel, Flucht und Migration, der faire Handel (FairTrade) und moderne Propheten.

Für das leibliche Wohl am Nachmittag sorgte das DRK aus Wallerstädten, welches alle mit einer heißen Kartoffelsuppe und Würstchen versorgte.

Bevor der Tag mit einem Gottesdienst beendet wurde, gab es noch eine Gemeinschaftsaktion: Jeder Konfi sollte sich einen Stein aussuchen und diesen bemalen - mit einem Wort, einem Bild, einem Gedanken zu und von diesem Tag.
Der Gottesdienst wurde von Stefanie Bischof - Dekanatsjugendpfarrerin - gehalten. Eine Besonderheit war die Einführung der Juleica-Absolvent*innen, welche in den Herbstferien die Grundausbildung zur/zum Jugendgruppenleiter*in durchlaufen haben.

Zum Schluss durfte jeder noch einen bemalten Stein mitnehmen. Ob die Konfis den Stein behalten, ihn verschenken oder in der Stadt platzieren, dürfen sie nun selbst entscheiden.
Folgendes haben unsere Konfis zu diesem Tag erzählt:

"Es war ein schöner Tag."
"Es war interessant und informativ."
"Beautiful."
"Ja - kann man mal machen."
"Es war mal was anderes und schön gemütlich."
"Es war schön, andere Konfis kennenzulernen und etwas mit Freunden zu machen."
"Ja, es war schön - aber zu lang."
"Es war sehr vielseitig, das war gut."

Verfasser ist der Readktion bekannt
Unsere Ehrenamtlichen - Vielen Dank für Ihr Engagement im Ehrenamt!

Am 17. Februar 2019 fand bei uns in der evang. Stadtkirchengemeinde Groß-Gerau der diesjährige Ehrenamtsempfang nach dem Gottesdienst statt. Ich möchte allen Ehrenamtlichen an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich Dank sagen und dabei auch deren danken, die an dem Ehrenamtsempfang nicht teilnehmen konnten.
Liebe Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler unserer evang. Stadtkirchengemeinde hier in Groß-Gerau, bei den Vorbereitungen für diesen Artikel habe ich im Internet eine Definition vom „Ehrenamt“ gefunden.

Dort heißt es: Ehrenamt ist ein ehrenvolles und freiwilliges, öffentliches Amt, das nicht auf Entgelt ausgerichtet ist. Für mich bedeutet Ehrenamt, dass man etwas macht, ohne dafür etwas Konkretes zu erwarten, dass man einfach seinen Beitrag leisten will. Genauso, wie jeder Mensch anders ist, sind auch die Ansichten und Beweggründe für das Ehrenamt verschieden. In der Internet-Definition ist von einem ehrenvollen öffentlichen Amt die Rede. Blätter wegkehren, Stühle stellen, aufräumen, spülen, organisieren, reparieren, sich stundenlang Gedanken machen…. Das alles passiert nicht öffentlich, sondern eher im Stillen und im Hintergrund. Trotzdem und gerade deswegen ist diese Arbeit so wertvoll. Ohne sie wäre vieles nicht möglich.

Genauso gibt es viele öffentlich sichtbare Arbeiten: Kindergottesdienste, Gottesdienste, Zeitungsartikel schreiben, Gemeindefeste, musikalische Auftritte, Gestaltung von Schaukasten und dem Vorraum der Stadtkirche, des Altars, und, und, und. Dies ist nicht mehr oder weniger wertvoll als das, das sich im Hintergrund abspielt.
So vielfältig wie es Arbeit gibt, so vielfältig sind auch die Ehrenamtler. Es gibt die Stadtkirchenboten-Austräger, ehrenamtliche Küster, Gruppenleiter, Mitglieder der Stadtkirchenboten-Redaktion, die Kirchenvorstände, die Teams des Seniorennachmittags und des Babbelnachmittags im Kirchen-Café, den Besuchsdienst und noch vieles mehr.

Die Motive der Engagierten sind vielfältig: Spaß an der Aufgabe, soziale Kontakte, einen Beitrag leisten zur Gestaltung des Gemeindelebens, es gibt tausend Gründe für Sie, sich für uns zu engagieren.
Für uns Christen mag ein wichtiger Grund sein, dass wir unsern Nächsten lieben sollen wie uns selbst. Daher wollen wir die Gemeinde so gestalten, dass wir uns mit anderen aufgehoben und zufrieden fühlen.

Dafür möchten ich und der Kirchenvorstand Ihnen heute danken. Auch wenn wir Sie nicht namentlich genannt haben, sind wir Ihnen allen dankbar für das, was Sie geleistet haben, dafür, dass unsere Gemeinde ist, wie sie ist.

DANKE SCHÖN!

Ihr Pfarrer Helmut Bernhard
Krippenspiel an Heiligabend „Engel, du bist zu spät“:

Maria und Josef, Hirten mit ihrem Schaf und eine Wirtin: Das kommt uns bestimmt allen irgendwie bekannt vor. Aber was hat es mit der Schar kleiner, putzender Engel auf sich? Sie machen im Himmel sauber, damit sich alle über die schönen, weißen Wolken freuen, denn schließlich muss im Himmel alles gepflegt werden, genauso wie auf der Erde. Doch vor lauter Putzen haben die fleißigen Engel tatsächlich vergessen alles für die Ankunft des Jesuskindes vorzubereiten. So müssen sie schnell improvisieren, während Maria und Josef erfolglos auf der Suche nach einer Unterkunft von Tür zu Tür ziehen. Leider finden die Engel nur noch einen kleinen Stall für die beiden, weil durch die Volkszählung alle Zimmer schon belegt sind. Glücklicherweise gibt es aber am Ende doch noch das uns allen wohl bekannte Happyend der Weihnachtsgeschichte.

Auch in diesem Jahr studierten die Kinder gemeinsam mit dem KiGo-Team ein Krippenspiel ein. Seit den Herbstferien war dies das Hauptthema des wöchentlichen Kindergottesdienstes, zu dem neben den Kindern, die regelmäßig im Kindergottesdienst sind, auch Kinderchorkinder dazu kamen, wodurch wir fast 20 Schauspieler zählten. Nachdem die Wunschrollen dann bekannt waren, wobei auch die Statistenrollen ohne Text sehr begehrt sind, ging es für die Teamer erst einmal ans Stückumschreiben. So wurden aus einem Engel drei und der Sprechertext wurde aufgeteilt. In den darauffolgenden Wochen wurde viel geprobt und ausgebessert, bis der Ablauf stimmte.

Gemeinsam mit dem Kinderchor, der das Stück mit seinen Liedern ergänzte, wurde das fertige Stück an Weihnachten aufgeführt und begleitete viele Zuschauer durch eine etwas andere Weihnachtsgeschichte. Im Anschluss bekam jeder am Ausgang einen Weihnachtsgruß in Form einer Karte mit der Weihnachtsgeschichte nach Lukas und einem putzenden Engel zum Ausmalen, den die Kinder im Laufe der Probenzeit für die Gemeinde gebastelt hatten.

(Der Autor ist der Redaktion bekannt)
Lebendiger Adventskalender:

Auch in der Adventszeit 2018 gab es im Vorraum der evangelischen Stadtkirche den schon zur schönen Tradition gewordenen „Lebendigen Adventskalender“. Jeden Tag vom 1. bis 21. Dezember öffnete sich ein Türchen voller Überraschungen. Es wurde gefaltet, geklebt, gemalt und gewürfelt. Märchen und Geschichten wurden vorgelesen oder vorgespielt. Flötenklänge, Posaunen- und Trompetenmusik hallten durch den Raum. Und natürlich wurde wieder viel gesungen.
Jeden Tag konnten sich die Besucherinnen und Besucher eine kleine Auszeit aus dem Adventstrubel nehmen und lauschen, mitspielen, mitsingen oder einfach dabei sein, eine wärmende Tasse Tee genießen und Kekse knabbern. Vor allem kleine Besucherinnen und Besucher genossen die kurze Spieleinheit vor dem Schlafengehen.

Ganz herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ganz herzlichen Dank allen Besucherinnen und Besuchern groß und klein.

Noch mehr Bilder gibt es übrigens in unserem umfangreichen Bildarchiv.

(Der Autor ist der Redaktion bekannt)
„Abschiedsgesänge“ – Konzert zum Ewigkeitssonntag - Teil 2:

Was haben die Lieder „Ave Maria“, „You’ll never walk alone“, „Der Weg“ und „Der Mond ist aufgegangen“ gemeinsam? Es sind alles Lieder, die heutzutage als Musik für Beerdigungen gewünscht werden. Und so wurden diese Lieder und noch viele andere mehr auch von Orchester, Kantorei, Jugend- und Posaunenchor im Konzert „Letzte Lieder“ gespielt und gesungen.
Man stellt sich die Frage: Ist das „schlimm“, dass Popmusik auf einer Beerdigung gespielt wird? Es ist, wie so vieles andere auch, eine Geschmacksfrage. Aber so wie man versucht auch auf einem Kranz zur Beerdigung nicht gerade Nelken zu verwenden, wenn man weiß, dass derjenige, der zu Grabe getragen wird, Nelken absolut nicht mochte, so kann man auch eben die Musik spielen, die derjenige mochte. Und wenn das nun mal ein Lied von Herbert Grönemeyer ist oder auch von Silbermond oder ein altes Schlaflied, dann ist das nun mal so. Und es ist doch ein gutes Zeichen, wenn die Trauergemeinde genau weiß, warum jetzt dieses Lied x gespielt wird. Weil er oder sie das Lied so gerne gehört hat. Egal, ob Kindheitserinnerungen, Liebeslied oder einfach so.

Und genau diese Lieder wurden in diesem Konzert gespielt.
Auf der letzten Beerdigung, auf der ich war, wurde Elvis gespielt, weil die Verstorbene ein großer Elvis-Fan war. Und viele, die in der Kapelle saßen, hatten ein Lächeln auf dem Gesicht, weil sie wussten, dass ihr das gut gefallen hätte. So kann man lächeln, auch wenn man eigentlich weinen muss.
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König Keks - Ein Musical nicht nur für Kinder

„Für dieses Jahr muss es einfache Kost sein. Nach dem nicht ganz leichten Lutherstück vom letzten Jahr.“ Das waren meine Gedanken, als ich mich Anfang des Jahres auf die Suche nach einem neuen Musical für die Kinderchöre machte. „Außerdem muss es etwas sein, wo auch die kleinen Kinder wieder in eine Rolle schlüpfen können und nicht nur als Chor die Lieder mitsingen.“ Diese beiden Kriterien erfüllte des Stück „König Keks“, das schon jahrelang in meiner Kiste mit Musicalnoten vor sich hin vegetierte. Allerdings war es bei mir aufgrund seiner Länge, dem Übermaß an Sololiedern, den wenigen Chorliedern und der Masse an Sprechrollen bisher immer durchgefallen. Somit bedurfte es einer längeren Überarbeitung meinerseits, bis es für unsere Zwecke passend war…
Nach einem altersbedingten Umbruch im Kinderchor rückten für diese Aufführung viele Kinder nach und mussten zum ersten Mal eine große Sprechrolle bewältigen. Ein angenehmer Nebeneffekt war dabei, dass diese Kinder so motiviert waren, dass sie schon nach einmaliger Aufforderung zum Text-lernen vor den Osterferien nach den Osterferien ausnahmslos ihre Texte beherrschten. Das hatte ich seit Jahren nicht mehr erlebt. Und auch bei der Aufführung musste ich nur hin und wieder soufflieren. Alle haben es super gemacht!

Leider wollten drei von den großen Mädchen, die ich für die Rolle der drei heiratswilligen Damen vorgesehen hatte, dann doch schon lieber früher in den Jugendchor und hatten keine Lust auf das Musical. Nur ungern wollte ich auf diese Rollen verzichten und nochmal in das Stück eingreifen. Sehr dankbar bin ich deswegen Friederike, Jane und Lea aus dem Jugendchor, die ohne Zögern für diese Rollen zugesagt haben und bravourös auf der Bühne glänzten.

Gewinnen Sie anhand unserer Bilder-Galerie und den Videos selber einen Eindruck von unserer bunten Musicalaufführung.

Wiebke Friedrich
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Gospelworkshop

Wie in jedem Jahr startete auch in diesem Jahr wieder der von Wiebke Friedrich initiierte und geleitete viertägige Gospelworkshop.
Dass diese Projektchöre bei Wiebke Friedrich einfach immer sehr viel Spaß machen, hat sich mittlerweile herumgesprochen – in diesem Jahr waren wir ca. 60 Teilnehmer (im letzten Jahr waren es 40)! Auch viele Männer waren diesmal dabei! Ob chorerprobte Sänger der Kantorei oder ungeübte Sänger, denen das Singen einfach Freude bereitet – jeder ist willkommen!
Am Donnerstag- und Freitagabend trafen wir uns für jeweils zwei Stunden im Gemeindehaus, am Samstag dann nochmals für drei Stunden – von Tag zu Tag konnte man immense Fortschritte bestaunen! Was an den ersten beiden Abenden noch etwas unsicher klang, wurde durch Wiebke Friedrichs emsige Arbeit und Geduld mit uns zu einem tollen Ergebnis, was man am dritten Probentag, am Samstag, schon erahnen konnte.

Was ich auch erwähnenswert finde, ist, dass zu Beginn eines jeden Projektchores Pfarrer Bernhard zur Begrüßung mit vor Ort ist und ein paar Worte spricht – das zeugt von der gegenseitigen Wertschätzung und Verzahnung von Kirchenmusik und Pfarrer bzw. der kompletten Einbindung des Chores in den Gottesdienst. Der Projektchor ist nicht „nur“ nettes Beiwerk, der mal zwischendurch ein oder mehrere Lieder singt, sondern die ausgewählten Lieder sind passend zur Predigt und somit eingebettet in den gesamten Gottesdienst! Auch am Sonntag vor dem Gottesdienst hat Pfarrer Bernhard jeden Sänger per Handschlag begrüßt – auch das finde ich nicht selbstverständlich.

Zu den Proben steht für alle Sänger Wasser, Saft und Bonbons bereit – am Tag des Gottesdienstes in der Kirche liegt auf jedem Platz in der Bank ein kleines Schokoladentäfelchen. Dies sind alles Kleinigkeiten, die, wenn es sie nicht gäbe, keiner einfordern würde, aber es ist einfach eine sehr nette und liebevolle Art der „Zusammenarbeit“ in den drei bzw. vier Tagen!

Vielen Dank, liebe Wiebke Friedrich, für das großartige Engagement, und auch Pfarrer Bernhard ein großes „Dankeschön“ für die Möglichkeit, diese Projektchöre immer wieder so in den Gottesdienst zu integrieren.

Ich denke, die Freude und den Spaß konnten die Gottesdienstbesucher spüren, als der Chor z.B. das „He`s got the world in his hand“ oder das „Power“ schmetterte – diese zwei Stücke sind auch auf der unter Videothek nochmals zu sehen und zu hören!

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal – ich bin sicher, dass sich auch dann wieder so viele begeisterte Sänger zusammenfinden!

Der Autor ist der Redaktion bekannt.
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1. Taizéandacht

Die erste Taizéandacht in der Stadtkirche war ganz anders als jeder andere Gottesdienst, in dem ich je war. Es herrschte eine recht düstere Atmosphäre in der dunklen Kirche, aber trotzdem hatte man doch ein wohliges und geborgenes Gefühl. Man konnte sich sehr gut auf sich selbst konzentrieren und einmal all die Gedanken durchgehen, die einen schon die ganze Zeit belasten. Das gemeinsame Singen zwischendurch gab einem dennoch immer wieder auch ein Gemeinschaftsgefühl und man hat sich nie alleine gefühlt. Alles Stressige von dem Alltag, der Schule konnte man einfach kurz vergessen und über alles andere mal nachdenken.

2. Taizéandacht

Die Kerzen des Tannenbaums im Chorraum und die Krippe leuchteten in der Taizéandacht an Epiphanias den Besuchern entgegen. Ein wahres Lichtermeer an Kerzen führte die Altarstufen nach oben. Passend zum Thema der Andacht erinnerte das Kind in der Krippe daran, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden und so das göttliche Licht zu uns auf die Erde gekommen ist. In den stillen Besinnungsmomenten waren die Besucher eingeladen, sich diesem Licht zu öffnen, es in sich aufzunehmen und wirken zu lassen, um es dann in die Welt zu tragen.
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Lebendiger Adventskalender 2017

Schon zur schönen Tradition ist es geworden, ab 1. Dezember jeden Tag jeweils ein Türchen am Lebendigen Adventskalender im Vorraum der Stadtkirche zu öffnen. Bis zum 19. Dezember 2017 geschah dies täglich um 18 Uhr. Da wurde dann gefaltet, geschnippelt und geklebt und es wurden viele Geschichten erzählt. Und natürlich gab es viel Musik, zum Zuhören und zum Mitsingen. Jedes Mal eine neue Überraschung, aber immer gab es dazu die herzliche Einladung zu einer heißen Tasse Tee oder Punsch und einem leckeren Keks oder Kuchen.

Ganz herzlichen Dank an alle Besucherinnen und Besucher - groß und klein - und ganz herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer - groß und klein - für so wohltuende, frohe und stimmungsvolle Momente im Advent 2017.

In der Bildergalerie stehen zahlreiche Fotos zum Staunen bereit.
mehr zum Konzert: Luther und seine Lieder  [close]
Dies veranschaulichten die Musikerinnen und Musiker eindrucksvoll gleich zu Beginn des Konzertes, als es galt: „Die Gemeinde schweige still und warte auf ein Zeichen!“ (M. Luther). Wir alle hielten uns an die Anweisung Luthers und Wiebke Friedrichs und wurden überrascht, als vom Chorraum aus ein gregorianischer Gesang erklang und die ganze Kirche erfüllte: fünf Posaunisten erwiesen sich auch als wundervolle Sänger!
Mit dieser gregorianischen Schola machten wir eine Zeitreise noch vor Luthers Lieder. Bevor er den allgemeinen Gemeindegesang einführte, erlebten die Gläubigen im Gottes-dienst das gesungene Evangelium nur passiv – die Schola sang stellvertretend für die ganze Gemeinde.
Luther aber kannte die Wirkung des Singens auf unsere Seele und deshalb beteiligte er die Gemeinde aktiv am Gottesdienst. Mit seinen Liedern sangen sich die Christen mühelos und eindrücklich die Frohe Botschaft in ihre Seele.
Doch auch ein „alter Luthertext“ in neuem Gewand zieht mühelos in unsere Herzen ein: das veranschaulichten die jugendlichen Musikerinnen des Posaunenchors, die „Ein feste Burg ist unser Gott“ als Rap darbrachten - toll war das!
Bei dem Lied „Wind of Change“, gespielt vom Posaunenchor, konnte vielleicht nicht jeder sofort eine Verbindung zu Luthers Liedern herstellen, doch im Laufe des Konzertes wurde klar: Neue Zeiten brauchen neue Lieder und „Wind of Change“ steht für die neue Ära der Wiedervereinigung Deutschlands, ist sozusagen die „Hymne der Wende“.
Wir erlebten immer wieder an diesem Konzertabend, wie die Musikerinnen und Musiker uns fesselten durch zeitgenössische Kompositionen der „alten“ Lutherlieder, die teilweise auch eingebettet waren in Textauslegungen von vier prominenten Persönlichkeiten aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Aber auch die „Luther-Originale“ erklangen vierstimmig – gespielt und gesungen von den Musikern. Der eine oder die andere von uns Konzertbesuchern lernte dabei sicherlich Luthers Lieder in neuer Lebendigkeit kennen.
Doch das galt nicht nur für Luthers Lieder, sondern auch für das Lieblingslied der Groß-Gerauer Kirchengemeinde: „Danke für diesen guten Morgen“. Dieser „Klassiker“, der einst die Nummer 1 in den Charts der siebziger Jahre gewesen war, wurde von den Musikerinnen und Musikern in zahlreichen Musikstilen dargebracht: Immer wieder zog sich die Melodie wie ein roter Faden durch die vier Variationen über das Lied - von „Pavane und Nachtanz“ über „Frei nach Johann Sebastian Bach und „Eine kleine Dankmusik“ zu einem „Swing-Rondo“. Es hat Spaß gemacht, die Melodie in den Variationen zu erkennen und damit auch über das nachzudenken, was uns der Inhalt des Liedes aufgibt: Gott zu danken.
Mit dem bekanntesten Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ in zeitgenössischer Komposition schloss der beeindruckende Konzertabend.
Neue Texte mit altbekannten Melodien und altbekannte Texte in bekannte zeitgenössische Melodien gebettet – beides sind wunderbare Weisen, um eine Botschaft in die Herzen der Menschen zu bringen. Luther hat diese Weise angewandt, um die beste Botschaft der Welt unter die Leute zu bringen: „Ein feste Burg ist unser Gott“!
Wir konnten in diesem Konzert erleben, wie diese Botschaft in Text und Lied bis heute hält und trägt.
Danke dafür Kantorin Wiebke Friedrich und den Musikerinnen und Musikern des Posaunenchores und des Kammerorchesters, die ganz fantastisch gespielt und gesungen und gelesen haben!
„Frauen und die Reformation“ - Gottesdienst am 7.5.2017

„Mal was anderes“, „erfrischend“, „hochinteressant“ und „abwechslungsreich“ waren einige der Stimmen der Gottesdienstbesucher. Um es vorwegzunehmen: Es hat der Gemeinde gefallen - und uns auch! Wir, sechs Frauen aus der Gemeinde bzw. dem Kirchenvorstand, haben diesen Gottesdienst gestaltet. Auf unterschiedliche Art und Weise haben wir über drei Frauen berichtet: die biblische Johanna aus dem Lukasevangelium, Argula von Grumbach, eine Zeitgenossin Luthers, und eine Frau von heute. Die zentrale Frage des Gottesdienstes war: Was bleibt von der Reformation? Oder besser: Was hat das heute mit mir zu tun?
Nun, zum einen finde ich die Leistungen der Frauen beeindruckend: In patriarchalen Gesellschaften hatten sie je eine besondere Stellung. Johanna war eine der Jüngerinnen. Das klingt so einfach. Sie war mit und bei Jesus. Aber sie hat auch ihre Geschichte, sie wurde von Jesus geheilt, hörte und erlebte ihn, verließ ihren Mann und blieb bei der Gruppe der Jünger. Sie unterstützte die Gruppe um Jesus, auch finanziell. Man kann sich gut vorstellen, dass sie lange innere Kämpfe gefochten hat. Oder vielleicht war auch alles schlagartig klar und sie hat es einfach gemacht. Egal wie: Für mich sehr beeindruckend. Vermutlich halfen ihr die Reden Jesu und sie wusste, was für sie wichtig war und wofür sie sich einsetzen wollte, nämlich dass sie in der Gruppe der Jünger als Mensch angesehen wurde und nicht als „Ehefrau von“ oder „Tochter von“.
Und dann kam Argula von Grumbach zu Wort, die zu Zeiten Luthers von seinen Schriften angetan war und in den neuen Ideen andere Möglichkeiten des Miteinanders erkannte. Die Ideen Luthers haben sie selbst so überzeugt, dass sie zu Feder und
Papier griff und Briefe an die Obrigkeit schrieb. Damals ungeheuerlich. Eine Frau wagt es, sich zu äußern und sich Gehör zu verschaffen. Ihre Briefe wurden als Flugblätter gedruckt und verteilt, und zwar massenhaft. Sie ließ nicht locker, auch wenn sie dafür abgestraft wurde. Es kam zur Ehekrise oder besser noch Familienkrise. Aber Argula von Grumbach besann sich dabei immer wieder auf die Evangelien, las sie und zog hieraus ihre Kraft und die Freiheit, ihre Ideen zu formulieren. Wie mutig, sich gegen den Partner und die Familie zu stellen und das zu verfolgen, woran man glaubt!
Und dann - endlich - die Frage: Was hat das mit uns heute zu tun? Wir, die wir machen können, was und wie es uns gefällt. Es gibt kaum gesellschaftliche Einschränkungen. Zumindest im Vergleich zu den beiden anderen Frauenfiguren ist heute alles möglich. Und eben genau darin, in diesen unzähligen Möglichkeiten liegt auch zugleich eine Gefahr. Die Gefahr der Selbstoptimierung und Selbstausbeutung. Alles ist möglich. Tja, dann streng dich mal an!
Vielleicht müss(t)en wir uns heute auch wieder viel stärker auf die Evangelien und auch auf Luther besinnen: Dort werden wir akzeptiert, so wie wir sind. Mit jedem unserer Talente und unseren Fehlern. Und in der Gemeinschaft ergibt das alles Sinn. Jeder trägt etwas zum Ganzen bei. So wie wir den Gottesdienst gemeinsam gestaltet haben.
Liederabend mit Friedrich & Friedrich

Gut 150 Zuhörer fanden trotz früh-sommerlicher Wärme und tollem Sonnenschein am 9. April den Weg in die Stadtkirche zu einem Liederabend, dargeboten von Wiebke Friedrich, begleitet am Flügel von ihrem Vater Gotthard Friedrich.

Mal wieder waren zu wenig Pr-gramme vorbereitet, nämlich nur 100, mal wieder wurden etliche dann zurückerbeten, damit auch für die zuletzt gekommenen Zuhörer noch einige zur Verfügung standen. Klar, wenn man Veranstalter ist, neigt man zu einer gewissen Vorsicht, fast schon zu einer pessimistischen Einschätzung! Aber dafür gab es wahrhaftig keinen Grund!
Nach der freundlichen Begrüßung durch Herrn Pfr. Bernhard hatten wir die Freude, bekannte und eher unbekannte Lieder von Franz Schubert und Carl Löwe zu hören. Wer kennt nicht das Heideröslein? Oder, in Gedichtform, den Erlkönig? Dankenswerterweise waren die Liedtexte fast vollständig im Programm abgedruckt. Viele lasen sie mit. Kurzsichtige wie ich waren darauf angewiesen, die Texte zu verstehen, was ganz wunderbar klappte! Wenn das bei der Kantorei doch auch immer so wäre….

Ach, die Romantik! Herz, Schmerz, Tod…. Empfindsamen Seelen entlockten die erzählenden Lieder das ein oder andere Tränchen…
Schubert und Löwe wurden durch eine Passacaglia von Händel unterbrochen. Gespielt mit Blockflöte (Wiebke Friedrich), Violine (Andreas Schneidewind) und Flügel (Gotthard Friedrich).
Nach nur einer Stunde war die Veranstaltung schon zu Ende. Zu Recht sorgten die begeisterten Zuhörer mit stehenden Ovationen für eine Zugabe. Wir hörten vor weiterer Musik aber erst eine Erklärung.
Hier nur in aller Kürze: Hätten Sie gewusst, dass von dem allseits bekannten Matthias-Claudius-Lied „Der Mond ist aufgegangen“ über 500 verschiedene Melodien existieren? Immerhin sieben Versionen bekamen wir dann zu hören. Es war ganz großartig! Der krönende Abschluss eines gelungenen Nachmittags!

Der Autor ist der Redaktion bekannt
Gemeindeversammlung 2017

Kirchenvorstand Uwe Kramm moderierte souverän und verlas zu Beginn die Statistik des vergangenen Jahres, in dem wir in unserer Gemeinde mehr Taufen als Beerdigungen hatten. Immer wieder gab er das Wort an andere.
So informierte Holger Tampe über den Anbau eines Amtszimmers für Pfr. M. Scherer-Faller.
Volker Lilje stellte die neue DVD über unsere Kirche vor und zollte Georg Balzhäuser für seinen außerordentlichen Einsatz einen besonderen Dank.
Sigrid Kaffenberger berichtete über die Auswertung der Gottesdienst-Umfrage. Auf mehrfach genannten Wunsch erwartet die Gemeinde ab November vorerst dreimal eine Taizé-Andacht.
Sehr positiv wurde in dieser Umfrage die Gestaltung des Kirchenvorraumes und des Schaukastens bewertet.
Unsere Kantorin gab einen Überblick über die kirchenmusikalischen Gruppen. Momentan kommen wöchentlich über 190 Menschen zu den unterschiedlichsten Proben unter ihrer Leitung zusammen.
Immer wieder gab es die Gelegenheit für die Anwesenden, Fragen zu stellen, was auch hier und da genutzt wurde.

Im Anschluss gab es dank unseres Küsters Reinhold Wedler trotz Regen leckere Bratwürstchen vom Grill. Nicht alle, aber auch nicht wenige nutzten dies, um noch ein bisschen dazubleiben und sich im Gespräch mit anderen auszutauschen.

Wiebke Friedrich
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Wir schaffen das! - Bachkantate zum Mitsingen

Als Kirchenmusikerin muss man früh sein Jahresprogramm planen, so auch die jährliche Bachkantate zum Mitsingen, die ich anbiete, seit ich hier in Groß-Gerau bin, also somit seit zehn Jahren. Mittlerweile ist das gar nicht mehr so einfach, eine passende Kantate zu finden, muss sie doch eine Reihe von Kriterien erfüllen:
Sie muss für den Chor leicht genug sein, dass sie in drei Tagen mit insgesamt sieben Stunden Probenzeit zu schaffen ist, sie muss inhaltlich zu dem Sonntag passen, an dem sie im Gottesdienst aufgeführt werden soll, sie sollte möglichst nicht alle vier Solisten benötigen, da das die Kosten in die Höhe schießen lässt, was ebenso der Fall ist, wenn die Instrumentalbesetzung zu viele Blasinstrumente vorsieht…

Nach langer Suche hatte ich also die Kantate BWV 62 „Nun komm der Heiden Heiland“ zur Durchsicht auf dem Tisch liegen, die die meisten der genannten Punkte erfüllte. Allerdings: Nicht einfach der Eingangschor, dachte ich, aber dafür nicht sehr umfangreich, und wäre es nicht schön, den ersten Advent und das neue Kirchenjahr festlich mit einem Bachkantatengottesdienst zu feiern? Wenn da nur nicht diese acht schweren Takte mit den vielen schnellen Noten im Eingangschor wären, die für ungeübte Sänger wirklich schwer machbar sind. Allerdings sind ja auch immer ein paar geübte SängerInnen aus der Kantorei dabei, vielleicht können die die anderen mitziehen?
Nach einigem Hin und Her fasste ich schließlich den Entschluss, es zu wagen, und war mir auch sicher, dass das schon klappen wird. Bestärkt außerdem durch Pfarrer Bernhard, der sich auf einen tollen Gottesdienst am ersten Advent freute. Und dann abends das Telefonat mit meinem Freund und Musikerkollegen Andreas Schneidewind:
„Und du glaubst, dass du diese Kantate mit einem Projektchor in so kurzer Zeit schaffst? Hast du die Stelle im Eingangschor gesehen, die mit den schnellen Kolloraturen? Glaubst du, das kriegen die hin?“
Ein paar Sekunden erneuter Verunsicherung in meinem tiefsten Inneren, dann aber mit Überzeugung meine Antwort:
„Ja, das schaffen wir!“ Und – Sie haben es selber miterlebt oder können es hier im Gemeindebrief an anderer Stelle lesen: Zwar mussten wir kräftig und sehr konzentriert üben und dieses Mal wurde an keinem Probentag früher Schluss gemacht.

Aber: Wir haben es tatsächlich geschafft!

Wiebke Friedrich
Ein schöner, abwechslungsreicher Gottesdienst am 13. September 2015 (Kerwesonntag)

Ich sitze nun bei einer Tasse Kaffee, das Kaffeepulver wurde von den Konfirmanden nach der Predigt verteilt, auf meinem Sofa und lasse den heutigen Gottesdienst noch einmal Revue passieren.
Mein Mann hat mich gefragt, wie es denn war, und da habe ich erzählt, dass es für mich ein schöner und abwechslungsreicher Gottesdienst war.

„Warum?“, war die Frage. Ganz einfach.

Der Gottesdienst hat schon mit toller Orgelmusik, gespielt von Wiebke Friedrich, begonnen und auch während des Gottesdienstes war tolle Musik zu hören. Der Jugendchor hat einige Stücke gesungen, die einen mitgehen ließen. Zum Anlass hat die Musik super gepasst. An diesem Sonntag wurden die neuen Konfirmanden eingeführt, zudem war ja
auch Kerwegottesdienst, an dem auch die Gerer Kerweborsch teilgenommen haben.

Einführung der neuen Konfirmanden...

Ja, da musste ich automatisch an meine eigene Konfirmandenzeit denken. Für mich war das eine tolle Zeit, und da war auch damals schon eine Möglichkeit, zu Gott zu finden.
Zu Gott finden… das war an diesem Sonntag ein Thema der Predigt. Passend zu diesem Thema gab es vor der Predigt ein Anspiel, dargestellt von Wiebke Friedrich und mir, das auf lustige Weise das Predigtthema, Konfirmation und Glaube, in Verbindung mit der Familie, vorstellte.
Auch wenn es lustig war und den Gottesdienst aufgelockert hat, war vermutlich für jeden eine Anregung dabei, um darüber nachzudenken, wie man selbst einen Weg zu Gott findet.
Wie man das kann, kann aber nur jeder für sich selbst beantworten.
Anregung dazu hat man auch in der Predigt bekommen. Hier wurde das Thema unter anderem in eine nette Geschichte verpackt und ein Konfirmand hat berichtet, dass diese an den „Barmherzigen Samariter" erinnert.
Mir hat gut gefallen, dass die namentlich einzeln vorgestellten Konfirmanden mit Applaus begrüßt wurden.
Eine schöne Geste. Und dadurch ist es dem Einen oder Anderen vermutlich auch leichter gefallen aufzustehen und sich vor dem Altar aufzustellen. Ich denke, in diesem Moment ist man schon ein bisschen aufgeregt.
So, wie der ganze Gottesdienst war, abwechslungsreich und fröhlich, so hat er auch aufgehört. Bevor die Orgel zum Abschluss spielte und man sich anschließend bei Kaffee, Tee und Sekt austauschen konnte, wurde der Kanon „Lasst uns miteinander" (das Thema „Zu Gott finden" hat sich auch in den Liedern widergespiegelt) mit dem Jugendchor und
den Gerer Kerweborsch als eigener Gruppe und mit der Gemeinde als weiterer Gruppe gesungen. Ich werde nun meine Tasse Kaffee fertig trinken und über meine(n) persönlichen Weg(e), zu Gott zu finden, nachdenken.

Sigrid Kaffenberger, Kirchenvorsteherin
Information ...  [close]
Zwischen Herzstücken und Stall

Letztes Jahr war nicht nur das Krippenspiel für die Kindergottesdienstkinder ein großes Event, sondern auch die Einweihung der Prinzipialstücke ... oder wie unsere Gemeinde so schön sagt: Die Einweihung der HERZSTÜCKE. Die Kindergottesdienstkinder durften am Anfang des Gottesdienstes mit dabei sein und den Altar schmücken. Später gingen dann die Betreuer, allerdings nicht nur mit den Kindergottesdienstkindern, sondern auch mit den Kinderchorkindern hinüber in das Gemeindehaus. Dort wurden zwei kurze Filme geschaut, Spiele gespielt, gemalt und besprochen, was man diese Woche besonders toll fand und was nicht so toll. Dafür wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. In der Gruppe, in welcher die etwas älteren eingeteilt waren, sprach man auch über den Satz „Ihr seid die eigentlichen Herzstücke", welchen einer der Kirchenvorsteher sagte. Die Kinder fanden heraus, dass sie die eigentlichen Herzstücke sind, da sie die Gemeinde am Leben erhalten.

Auf dieses Event folgte dann auch schon die Vorbereitung fürs nächste: Das Krippenspiel.

Puh! Ein Krippenspiel mit sooo vielen Rollen, aber zu wenigen Kindergottesdienstkindern. Nun, was macht man in so einer Situation? Richtig! Es müssen noch mehr Kinder her. Also fragte man bei dem Kinderchor an - und siehe da: einige Kinder wollten noch mitspielen.
Vielleicht haben Sie ja selber das Krippenspiel am 24.12.2014 gesehen und wissen auch noch dass die Hauptrolle ein Esel war. Dann lassen Sie uns mal kurz überlegen, wie das Krippenspiel hieß. Genau: „Was hat wohl der Esel gedacht". Wenn Sie das Krippenspiel gesehen haben, wissen Sie ja, was er gedacht hat. Er war wütend; ich meine: wären Sie da nicht wütend, wenn da einfach fremde Menschen in Ihr Haus kämen? Doch dann freute er sich, denn er sah, wer dort in seinem Stall geboren wurde und mit wie viel Liebe sich sein Stall füllte. Die Kuh, in dieser Nachspielung sehr treu, bemuhte alles was der Esel sagte. Aber natürlich gehörten nicht nur der Esel, die Kuh, Maria, Josef und Jesus zu dieser Geschichte. Nein da waren noch ganz viele andere Menschen, die sie auf diesem Weg zur Geburt und auch nach der Geburt begleiteten. Damit auch die alle hier bei uns in der Stadtkirche sein konnten, durften auch sie Texte auswendig lernen und Kostüme anprobieren. Dabei konnten der Esel und auch der Wirt kaum wirklich böse sein und auch all die anderen fanden das Unmöglichste lustig. Das Kostüm für den Esel war zu klein! Aber wie auch bei einem Schlafsack, den man mit viel Quetschen und Ziehen irgendwann in seine Hülle bekommt, bekamen wir auch unsere Hauptdarstellerin hinein. Und wie sie es beschrieb, sei es sogar ziemlich gemütlich darin. Also gab es natürlich ein unglaubliches Aufatmen bei den Betreuerinnen und nochmals ein großes Lachen bei der kompletten Kindergottesdienstgruppe. Nachdem alle nun ihre Texte auswendig konnten und alle Kostüme passten, wollte das Jahr 2014 uns allerdings immer noch nicht mit Überraschungen verschonen. Da eine Krankheitswelle kurz vor Weihnachten entstand und zwei Kinder von den Krippenspielkindern erkrankten, mussten einige Rollen getauscht werden und eine Betreuerin musste für eine Rolle einspringen. Trotz all dieser Vorfälle brachten die Kindergottesdienstkinder ein fantastisches Krippenspiel auf die Bühne, wofür sie auch das große Lob von vielen Zuschauern eindeutig verdient hatten.
Das komplette Kindergottesdienstteam wünscht Ihnen einen guten Start in das neue Jahr und freut sich mit auf ein weiteres großartiges Kindergottesdienstjahr 2015.

Alina Gütlich, Kindergottesdienstteam
Ein September voller Musik:

Mit einem weiteren Konzert „Orgel plus… Marimba“ luden wir im Rahmen der „Nacht der Sinne“ zu einem nicht alltäglichen Hörerlebnis ein. Immerhin um die 80 Zuhörer und Zuhörerinnen fanden sich auf der Empore ein. Ein ganz besonderes Duo gastierte in unserer Stadtkirche: Katarzyna Mycka (Marimba) und Franz Raml (Orgel) boten unter dem Motto „Between Dusk and Dawn = Zwischen Sonnenunter- und Sonnenaufgang“ ein breitgefächertes Programm, das von Dietrich Buxtehude über Johann Sebastian Bach bis in die Moderne reichte. Vielleicht war die überwiegende Auswahl von modernen Stücken nicht jedermanns Geschmack, aber die große Virtuosität, Musikalität und Leidenschaft, mit der gerade Katarzyna Mycka musizierte, beeindruckte alle Anwesenden sehr.
Zum zweiten Mal gastierte Peter Orloff mit den Schwarzmeerkosaken in unserer Stadtkirche. Dank dem Chor „Kammerton“, der sich wie immer auf außerordentlich hohem Niveau präsentierte, und seiner Leiterin Ljuba Kamuff kam dieses Konzert zustande. Toll, dass wir mit unserer großen und schönen Kirche der großen Anzahl an Zuhörern und diesem Konzert mit Gänsehaut-Feeling gerecht werden können.
Unsere Kirche ist gefragt, nach der Renovierung noch mehr, als vorher. Wöchentlich erreichen uns Konzertanfragen. Aufgrund unserer eigenen reichhaltigen kirchenmusikalischen Angebote, müssen wir den meisten Anfragen eine Absage erteilen, wenn aber Anfragen aus Groß-Gerau oder der näheren Umgebung kommen, bemühen wir uns es möglich zu machen. So war, wie gerade erwähnt, nicht nur der Chor „Kammerton“, sondern eine Woche drauf auch der Groß-Gerauer Handharmonika-Spielring mit seinem großen Jahreskonzert zu Gast in unserer Kirche. Ein rundum abwechslungsreiches Programm wurde geboten, das die gut 200 Gäste begeisterte. Ein Höhepunkt (jedenfalls für unsere Kantorin) war der ? Satz aus Dvoraks Sinfonie „Aus der neuen Welt“. Wie bei unseren Bläsern, waren auch hier die Anfänger mit dabei und musizierten bei mehreren Stücken in einer eigenen leichten Stimme mit. An Nachwuchs fehlt es dank der erfahrenen und guten Leitung von Michaela Neufahrt nicht, so dass wir uns in den kommenden Jahren bestimmt auf weitere schöne Konzerte des Handharmonika-Spielrings freuen können.
Den Abschluss des „musikalischen Septembers“ bildete dann unser Sommerkonzert, das das Orchester, der Jugendchor und der Posaunenchor unter der Leitung von Wiebke Friedrich gestalteten, wobei es gewohnt locker und abwechslungsreich zuging. Ganz besonders der Jugendchor begeisterte mit seinen Melodien aus dem Musical „Phantom der Oper“ die gut 200 Gäste. Nicht nur einmal drang mit dem letzten verklungenen Ton eines Stückes ein gerührtes Seufzen oder ein geflüstertes „Ach, wie schön“ aus dem Publikum an das Ohr unserer Kantorin, die selber ganz gerührt nicht nur von dem absolut reinen und mittlerweile auch vollen Klang des Chores, sondern auch von der Präsenz und Aufmerksamkeit der Jugendlichen beim Singen war. Aber auch das Orchester trug mit dem „Potpourri der schönen Melodien“ einen Höhepunkt zu diesem Abend bei und die Bläser begeisterten besonders mit den beiden Hymnen „Wind of change“ und „Conquest of Paradise“. Vielen Dank an die Ausführenden (und an die neuen Konfirmanden) nicht nur für den musikalischen Genuss, sondern auch für die vielen kulinarischen Köstlichkeiten, die in der Pause dargereicht wurden.
Wir freuen uns, dass wir es in einer verhältnismäßig kleinen Stadt wie Groß-Gerau geschafft haben, an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden, so viele Menschen für die musikalischen Angebote in unserer Stadtkirche zu begeistern.
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Musical „König David“

Am 6. Juli 2014, war es endlich soweit. Im Rahmen des Gemeindefestes wurde das David-Musical aufgeführt. Nachdem Wiebke Friedrich mit ihren Kinderchören fast ein Jahr an diesem Stück gearbeitet hatte, waren wir schon sehr auf das Ergebnis gespannt. Unser Warten wurde belohnt, denn Fr. Friedrich hat sich mal wieder selbst übertroffen.
Es lag sehr viel Liebe im Detail. Bei der Musik, der Darbietung, den Kostümen, sowie auch beim Bühnenbild.
Wer genau hingesehen hat, konnte am Himmel einen Flugsaurier und am Boden einen riesigen Skorpion entdecken. Auch Jonas, der gerade vom Wal verschluckt wurde, durfte natürlich nicht fehlen.
Auch wenn bei der Generalprobe nicht alles klappte, so war von diesen Problemen nichts mehr zu spüren. Alle waren konzentriert bei der Sache und haben auch die bei der Generalprobe getroffenen Änderungen super umgesetzt.
Das Musical erzählt mit modernen Worten und eingängigen Liedern die allseits bekannte Geschichte, wie der Hirtenjunge David zum König der Israeliten wurde.
Die zum Stück gehörenden „Werbepausen“ fügten sich gut ein und sorgten für den einen oder anderen Schmunzler beim Publikum.
Die einzelnen Rollen waren unter den großen Kindern gut verteilt, so dass jeder drankam. Dabei sprachen und sangen alle auswendig!
Für orientalische Klänge sorgten Karin Dannenmaier am Klavier und Dorothee Seybold an der Querflöte.
Das passte sehr gut zum Stück und die Kinder konnte man immer noch sehr gut verstehen. Es war ein schönes gemeinsames Musizieren.
Als Special Guest konnte man Volker Lilje in der Rolle des Goliaths bewundern. Er war sehr überzeugend. Besonders, als er einen Felsbrocken in den Kirchenraum warf. Dieser war aber zum Glück nur aus Pappmaschee, so konnte nichts passieren.
Aber Goliath kam nicht allein. Er hatte eine Horde kleiner Philister bei sich. Diese waren die kleinen Kinderchorkinder.
Auch bei ihnen saß der Text, und sie waren konzentriert und mit Spaß dabei. Alles in allem hat es wieder sehr viel Spaß gemacht, sich dieses Werk anzuschauen und auch zu sehen, mit wie viel Spaß die Mitwirkenden dabei waren. Wer es nicht gesehen hat, der hat wirklich etwas verpasst!.

Bettina Krischka, Mitglied im Posaunenchor
Fackelzug durch Groß-Gerau

Mit Fackeln bewaffnet begleiteten die KonfirmandInnen etwa 140 Besucher zu vier Stationen in Groß-Gerau, an denen in szenischen Darstellungen aus der fantasie– und humorvollen Feder von Volker Lilje die Beziehung Martin Luther zu unterschiedlichen Gruppen erörtert wurde.
Am Synagogenmahnmahl wurde heftig über die Einstellung Luthers gegenüber den Juden diskutiert.
An der nächsten Themenstation „Luther und die Obrigkeit“ am historischen Rathaus bekommt eine Reporterin, die im 16. Jahrhundert für den Kursächsischen Rundfunk arbeitet, den umtriebigen Theologieprofessor Dr. Martin Luther 1535 während den Verhandlungen zum Schmalkaldischen Bund vor ihr Mikrophon.
Auf dem Bauernhof der Familie Hormann wurde Luther Haltung zu den Bauern erörtert, bevor der Rundgang vor unserer Stadtkirche mit Luthers Einstellung zur Kirche endete.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend, der gesellig bei Schmalzbrot und Bier endete, von einem kleinen Ensemble des Posaunenchores.

Andrea Erdmann
Am 23.12. fand in unserer Stadtkirche ein wunderbares Bläserkonzert bei Weihnachtsbaum, Krippe und Kerzenschein statt. Die erwachsenen Bläserinnen und Bläser unseres Posaunenchores präsentierten sich unter der Leitung von Kantorin Wiebke Friedrich mit einem anspruchsvollem Programm.
Zu Gast waren außerdem die Alphornbläser Falkenberg aus Dienheim, die den Abend mit alpenländischen Weisen bereicherten. Anbei finden Sie eine kleine Auswahl von den gespielten Werken zum Hineinhören.
die Ideenmesse der EKHN
Innovationspreis 2012

Am Samstag, den 22.09.2012 besuchte eine Delegation unserer Stadtkirchengemeinde mit zwei Projekten die Ideenmesse der EKHN in der Rhein-Main-Halle in Wiesbaden.

Ingrid Stoll und Friederike von der Heide präsentierten an ihrem Stand das zu Zeit laufende Projekt „Groß-Gerauer Bibel “ den Besuchern.
Dabei wurden bereits fertiggestellte Beispiele, die von Alt und Jung gestaltet wurden, gezeigt.

Auf der einen Seite der Bibel konnten die Besucher einen selbst gewählten Lieblingsspruch aus der Bibel lesen und auf der gegenüberliegenden Seite die individuelle „künstlerische“ Umsetzung in Bilder oder Symbolik bewundern.

Über das bereits durchgeführte Projekt „Mein Lieblingslied aus dem EG“, an das Sie sich bestimmt noch erinnern können, informierten Kantorin Wiebke Friedrich und Andrea Erdmann am benachbarten Stand zahlreich Interessenten.
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„Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden“ - Turmfest

Unter diesem Motto stand der Festgottesdienst anlässlich der Beendigung der Turmsanierung, in den ca 450 Besucher strömten und damit nicht nur alle Erwartungen, sondern auch den Vorrat an Gesangbüchern sprengten. Hat der Turmbau zu Babel die Menschen entzweit, so hat unser „Turmbau“ die Menschen zusammen gebracht. Das zeigt sich durch das große Engagement verschiedener Gemeindemitglieder. Während die Kantorei, Wiebke Friedrich an der Orgel und der Posaunenchor mit den Jungbläsern den Gottesdienst musikalische umrahmten, sorgten im Anschluss viele für ein unterhaltsames Programm.

Die älteren Kigo –Kinder erzählten als „Kirchenführer/innen“ dem Besucher, wie sie ihre Kirche sehen. Da war von dem Kreuz und der Bibel auf dem Altar die Rede, aber auch davon, dass der Vorraum immer schön geschmückt ist und den Bezug zum Gottesdienstthema darstellt.
Die jüngeren Kigo –Kinder berichteten mit glühenden Wangen über Geschichte unseres Kirchturms. Für jedes Ereignis wurde im Vorfeld ein Baustein in Form eines Schulkartons mit Jahreszahlen und Symbolen bemalt und die Besucher mussten erraten, was damals geschah. Zusammengefügt entstand ein geschichtsträchtiger Turm, der Turm zu „Geere“, der in seiner Höhe so manches Kigo - Kind überragte.

Zusätzliche Bilder in unserem Archiv.
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