Zu Besuch beim Kammerorchester „Dekantas“

Es ist Donnerstag, 18.30 Uhr. Eine Viertelstunde vor Beginn der wöchentlichen Probe trudeln die ersten Musiker des Kammerorchesters „Dekantas“ im Gemeindehaus unserer Stadtkirche ein. 21 Musiker/innen im Alter von 14 bis 74 Jahren treffen sich einmal die Woche unter Leitung von Kantorin Wiebke Friedrich zum gemeinsamen Musizieren. Im Probenraum herrscht ein reges Treiben. Die einen setzen ihre Blasinstrumente zusammen und versuchen ihnen die ersten Töne zu entlocken. Andere packen ihr Cello aus. Notenständer werden aufgebaut, Notenblätter sortiert. Holzblättchen wandern in den Mund und werden „nass gelutscht“. „Sind sie nicht feucht, dann reißen sie“, erklärt mir Britta, die ihr Saxophon zusammensetzt. Ihr Instrument gehört zu den Holzblasinstrumenten, auch wenn der Klangkörper aus „Blech“ ist. „Man bläst auf Holz“, erklärt sie mir. Bei dem Thema habe ich in der Schule wohl gerade geschlafen. Als sie das Mundstück aufsetzt, klingt es, als drehe man einen Korken in eine Weinflasche. Während sich die Musiker einblasen und ihre Instrumente stimmen, wandert Britta mit ihrem Saxophon auf die Toilette. „Ich muss es einmal kräftig durchblasen, ohne dass den anderen die Ohren abfallen!“ Im Orchester spielt sie das lauteste Instrument. „Da habe ich lernen müssen leise zu spielen. Das war am Anfang gar nicht so einfach. Aber im Unterricht kann ich so richtig loslegen.“
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